Bürgerservice

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Allgemeiner Sozialer Dienst

Kontakt

 
Anschrift:
Landratsamt Kyffhäuserkreis
Markt 8
99706 Sondershausen
Telefon: 03632 / 741-561
Telefax: 03632 / 741-88561
E-mail: jus[at]kyffhaeuser.de

Öffnungszeiten

Montag: geschlossen
Dienstag: 09:00 Uhr - 12:00 Uhr
13:00 Uhr - 18:00 Uhr
Mittwoch: geschlossen
Donnerstag: 09:00 Uhr - 12:00 Uhr
13:00 Uhr - 18:00 Uhr
Freitag: geschlossen
 

Aufgaben

  • Hilfen zur Erziehung
  • Beratung bei Trennung/ Scheidung/ Umgangsregelung
  • Adoptions- und Pflegekinderwesen
  • präventiver Kinder- und Jugendschutz
  • Jugendgerichtshilfe

Sollen wir ein Pflegekind aufnehmen?


Nicht jedes Kind hat die Möglichkeit, in seiner Familie aufwachsen zu können. Durch familiäre Krisensituationen und lebensbelasteten Faktoren kommt es immer häufiger dazu, dass Kinder aus ihren leiblichen Familien herausgenommen werden müssen. Umso wichtiger ist es daher, diesen Kindern stabile „Brücken“ anzubieten, welche ihnen die Möglichkeit geben, neue und lebensbejahende Erfahrungen zu machen. Stabile „Brücken“ sind Familien, die bereit sind, ein Kind in Pflege zu nehmen, es zu versorgen, zu erziehen und ihm Liebe und Fürsorge entgegen zu bringen.
 
Wir suchen in unserem Landkreis Kyffhäuser Menschen, die kurzzeitig oder dauerhaft „stabile Brücken“ für Kinder und Jugendliche sein können.
 

Was ist eine Pflegefamilie nach § 33 SGB VIII?

Die Aufgabe des Jugendamtes ist es, Kinder und Jugendliche, welche innerhalb ihrer leiblichen Familien gefährdet sein könnten, zu schützen. Diesen Schutz möchte die Kinder- und Jugendhilfe in einem familiären- und kinderfreundlichem Kontext gewährleisten.

Eine Pflegefamilie ist nach § 27 SGB VIII eine Hilfe zur Erziehung, „…wenn eine dem Wohl des Kindes oder des Jugendlichen entsprechende Erziehung nicht gewährleistet ist. Eine Unterbringung in eine Pflegefamilie -auch unter dem Begriff der Vollzeitpflege (§33 SGB VIII) bekannt- bedeutet die Betreuung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen über Tag und Nacht außerhalb des Elternhauses in einer anderen Familie.

Pflegefamilien arbeiten im Auftrag des Jugendamtes. Mittels eines Hilfeplanes nach § 36 SGB VIII werden Ziele und Vereinbarungen festgelegt. Nach einem halben Jahr wird der Hilfeplan fortgeschrieben, die aktuelle Situation des Kindes oder des Jugendlichen ausgewertet und die zu erreichenden Ziele überprüft.

Durch eine Pflegevereinbarung erhält die Pflegefamilie die Legitimation die alltäglichen Dinge des Kindes oder des Jugendlichen zu regeln (z.B. Anmeldung in Kindergärten oder Schule, Wahrnehmung von medizinischen Vorsorgeuntersuchungen etc.). Weiterhin werden innerhalb dieses Vertrages Festlegungen zwischen Herkunfts- und Pflegefamilien in Bezug auf das zu betreuende Kind oder des Jugendlichen getroffen. Beide Seiten verpflichten sich zum Wohle des Kindes zusammen zu arbeiten.

Mittels einer Umgangsvereinbarung zwischen Eltern, Pflegeeltern und dem Jugendamt werden Absprachen getroffen, in welchem Rhythmus Umgang der Kinder und Jugendlichen zu den leiblichen Eltern erfolgt und was es bei diesen Kontakten zu beachten gilt.
 

Was ist ein Pflegekind?

  • Ein Kind, welches auf bestimmte oder unbestimmte Zeit nicht bei seiner leiblichen Familie Leben kann.
  • Ein Kind, welches seine individuelle Geschichte und Erfahrung mitbringt.
  • Ein Kind, das aus einer Familie mit einer anstrengenden und krisenhaften Lebenssituation kommt.
  • Ein Kind, dass durch erfahrene Krisensituation besondere eigene Stärken entwickelt hat.
  • Ein Kind, das manchmal schwierige und besondere Verhaltensweisen an den Tag legt.
  • Ein Kind, dass in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht hat, dass man es sich nicht auf Erwachsene verlassen konnte.
  • Ein Kind, dass seine leiblichen Eltern liebt, egal, welche Erfahrungen es bei Ihnen gemacht hat.
  • Ein Kind, welches ein Bindeglied zwischen 2 Familien ist (Herkunfts- und Pflegefamilie).
  • Ein Kind, dass Sie braucht, um ihm ein Zuhause zu geben.
  • Ein Kind, das Sie braucht, um seine Vergangenheit und sich selbst zu akzeptieren.

Pflegeformen:

Im Pflegekinderwesen unterscheidet man zwischen Bereitschafts-, Kurzzeit- und Dauerpflegeverhältnissen.

Bereitschaftspflege:
Bereitschaftspflege bietet die Möglichkeit der kurzfristigen Unterbringung (Tage bis Wochen) von Kindern und Jugendlichen in einer Familie, oftmals im Rahmen einer Inobhutnahme gemäß § 42 SGB VIII. Sie dient dazu eine geeignete Perspektive für die betroffenen Kinder und Jugendlichen vorzubereiten. Bereitschaftspflegestellen benötigen ein hohes Maß an Flexibilität und Einfühlungsvermögen. Sie müssen rund um die Uhr erreichbar sein und das Jugendamt bei Abwesenheit informieren.

Kurzzeitpflege:
Kurzzeitpflegestellen nehmen für eine befristete Zeit (Wochen bis Monate) Kinder auf, weil in den leiblichen Familien unvorhersehbare und belastende Situationen aufgetreten sind. Sie dient zur Überbrückung der Notlage (z.B. Krankenhausaufenthalte, Therapien etc.) mit dem Ziel, dass das Kind oder der Jugendliche nach befristeter Zeit wieder in seine Herkunftsfamilie zurückgeführt werden kann. Kurzzeitpflegestellen müssen bestrebt sein, einen möglichst engen Kontakt zu den Herkunftseltern zu halten.

Dauerpflege:
Ein Dauerpflegeverhältnis ist eine lange andauernde Hilfeform und kommt in Betracht, wenn die Lebens- und Erziehungsbedingungen des Kindes oder des Jugendlichen durch die Herkunftsfamilie gefährdet sind und in absehbarer Zeit keine diesbezügliche keine Verbesserungen eintreten. Die Dauerpflege soll dem Kind eine Lebensperspektive bieten, in welcher es Stabilität, Sicherheit, Schutz und Liebe erfährt, sodass verlässliche und stabile Beziehungen zwischen Pflegekind und Pflegefamilie eingegangen werden können und sich das Kind beheimatet fühlt. Es ist weiterhin zu prüfen, ob eine Rückführung in den elterlichen Haushalt möglich ist. Im Dauerpflegeverhältnis ist weiterhin zu überprüfen, ob das Kind in die Pflegefamilie veradoptiert werden kann.
 
Voraussetzungen:
  • Sie haben Erfahrungen in der Betreuung und Erziehung von Kindern (ggf. eine pädagogische, therapeutische oder pflegerische Ausbildung)?
  • Sie haben die Fähigkeit, die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen zu erkennen?
  • Sie verfügen über Einfühlungsvermögen, Toleranz, Verständnis gegenüber Kindern und Jugendlichen und deren individuellen Lebensgeschichten?
  • Sie sind tolerant im Umgang mit Familien und Kindern aus anderen sozialen Schichten und deren Problemlagen?
  • Sie haben Zeit, um den anvertrauten Kindern Geborgenheit, Zuwendung und Sicherheit zu geben?
  • Sie haben die Fähigkeit, den Kontakt zu den leiblichen Eltern des Kindes zuzulassen und ggf. zu fördern?
  • Sie sind ausdauernd, belastbar und konfliktfähig?
  • Sie haben ausreichenden Wohnraum und geordnete finanzielle Verhältnisse?
  • Sie sind aufgeschlossen mit dem Jugendamt Kyffhäuserkreis zusammen zu arbeiten und für das anvertraute Kind zusätzliche Hilfe in Anspruch zu nehmen?
  • Sie sind bereit an Seminaren und Fortbildungen für Pflegeeltern teilzunehmen?
Bewerbungsverlauf:
Wenn Sie sich dazu entschließen sollten, Pflegeeltern zu werden, müssen Sie sich einem entsprechenden Prüfverfahren stellen. Der Verlauf sieht wie folgt aus:
  1. Bei Interesse wenden Sie sich an den Pflegekinderdienst des Kyffhäuserkreises.
  2. Es erfolgt ein Erstgespräch im Jugendamt, bei denen Sie Grundinformationen erhalten.
  3. Sie werden gebeten, alle nötigen Unterlagen einzureichen (u.a. Bewerberbogen- möglichst mit Bildern, Lebenslauf, Motivationsschreiben, Führungszeugnis, Amtsärztliches Gutachten, Einkommensnachweis).
  4. Es erfolgt ein Hausbesuch, um Sie in ihrem persönlichen Umfeld kennen zu lernen.
  5. Sie nehmen an einer Pflegeelternbewerberschulung teil (meist 3-tägiges Seminar, in welchem Sie im Hinblick auf entwicklungspsychologische Grundlagen von Kindern und Jugendlichen, die Bedeutung von Bindung und Beziehung, der Zusammenarbeit mit der Herkunftsfamilie sowie rechtliche und finanzielle Regelungen aufgeklärt werden).
  6. Sie erhalten eine schriftliche Bestätigung oder Ablehnung, ob Sie als Pflegeeltern geeignet sind.

Welche Unterstützung bietet Ihnen das Jugendamt?

  • Betreuung, Beratung und Unterstützung bei der Integration des Kindes in Ihrer Familie
  • Krisenhilfe in für Sie besonders schwierigen Situationen und Zeiten großer Belastung
  • Austausch mit anderen Pflegeeltern z.B. bei regelmäßigen Pflegeelterntreffen an den Standorten Sondershausen, Bad Frankenhausen und Roßleben
  • themenspezifische Weiterbildungen
  • Unterstützung bei zusätzlichen Hilfen (Psychologen, Erziehungsberatungsstellen etc.)
  • Sicherung des Unterhaltes für das Pflegekind mit angemessener Honorierung Ihrer Erziehungsleistung
Fühlen Sie sich angesprochen?

Fühlen Sie sich der Aufgabe als Pflegeeltern gewachsen?

Dann wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an:
 
Landratsamt Kyffhäuserkreis
Jugend- und Sozialamt
Allgemeiner Sozialer Dienst
Bereich Pflegekinderwesen
Markt 8
99706 Sondershausen
 
Frau Eigendorf Tel.: 03632 / 741-630 E-Mail: b.eigendorf[at]kyffhaeuser.de
Frau Helbing Tel.: 03632 / 741-647 E-Mail: m.helbing[at]kyffhaeuser.de
 

Hinweise & Merkblätter

AWO Seniorenresidenz "Udo-Stiemerling-Haus"

Kontakt

Anschrift: AWO Seniorenresidenz
"Udo-Stiemerling-Haus"
Cannabichstraße 04
99706 Sondershausen
Telefon: 03632 / 6123-0

Aufgaben

  • vollstationäre Pflegeeinrichtung
  • Kurzzeitpflegeeinrichtung

DRK Seniorenwohnpark

Kontakt

Anschrift: DRK Seniorenwohnpark
Hospitalstraße 115
99706 Sondershausen
Telefon: 03632 / 617100

Aufgaben

  • vollstationäre Pflege
  • Kurzzeitpflegeeinrichtung

K & S Seniorenresidenz

Kontakt

Anschrift: K & S Seniorenresidenz
Ferd.-Schlufter-Str. 54
99706 Sondershausen
Telefon: 03632 / 54133

Aufgaben

  • vollstationäre Pflegeeinrichtung
  • Kurzzeitpflegeeinrichtung

AWO Seniorenzentrum "Am Schloßpark"

Kontakt

Anschrift: AWO Seniorenzentrum
"Am Schloßpark"
Sondershäuser Str. 02
99706 Bendeleben
Telefon: 034671 / 52100

Aufgaben

  • vollstationäre Pflegeeinrichtung
  • Kurzzeitpflegeeinrichtung

Diakonie-Seniorenzentrum "Am Waidhof"

Kontakt

Anschrift: Diakonie-Seniorenzentrum
"Am Waidhof"
Am Waidhof 01
99718 Greußen
Telefon: 03636 / 7786-205
03636 / 7786-206

Aufgaben

  • vollstationäre Pflegeeinrichtung
  • Kurzzeitpflegeeinrichtung

Alten- und Pflegeheim "Sophie von Kühn"

Kontakt

Anschrift: Alten- und Pflegeheim
"Sophie von Kühn"
Schloßallee 06
99718 Grüningen
Telefon: 03636 / 75300

Aufgaben

  • vollstationäre Pflege
  • Kurzzeitpflegeeinrichtung

AWO Senioren-, Pflege- und Betreuungszentrum

Kontakt

Anschrift: AWO Senioren-, Pflege- und Betreuungszentrum
Stiftstraße 1-3
06567 Bad Frankenhausen
Telefon: 034671 / 53-6

Aufgaben

  • vollstationäre Pflegeeinrichtung
  • Kurzzeitpflegeeinrichtung

Alten- und Pflegeheim "Haus Anna am Park"

Kontakt

Anschrift: Alten- und Pflegeheim
"Haus Anna am Park"
Straße der Jugend 03
06556 Artern
Telefon: 03466 / 302505

Aufgaben

  • vollstationäre Pflegeeinrichtung
  • Kurzzeitpflegeeinrichtung

DRK Alten- und Pflegeheim "Am Königstuhl"

Kontakt

Anschrift: DRK Alten- und Pflegeheim
"Am Königstuhl"
Einbecker Straße 09
06556 Artern
Telefon: 03466 / 33750

Aufgaben

  • vollstationäre Pflegeeinrichtung
  • Kurzzeitpflegeeinrichtung

Pflegeheim Artern

Kontakt

Anschrift: Pflegeheim Artern
Wasserstraße 15a
06556 Artern
Telefon: 03466 / 33970

Aufgaben

  • vollstationäre Pflegeeinrichtung
  • Kurzzeitpflegeeinrichtung

Wohnstift "Kloster Donndorf"

Kontakt

Anschrift: Wohnstift "Kloster Donndorf"
Kloster 02
06571 Donndorf
Telefon: 034672 / 69130

Aufgaben

  • vollstationäre Pflegeeinrichtung
  • Kurzzeitpflegeeinrichtung

AWO Seniorenzentrum "Am Mühlenpark"

Kontakt

Anschrift: AWO Seniorenzentrum
"Am Mühlenpark"
Wiehesche Straße 15
06571 Roßleben
Telefon: 034672 / 69390

Aufgaben

  • vollstationäre Pflegeeinrichtung
  • Kurzzeitpflegeeinrichtung

AWO Seniorenzentrum "Am Mühlenpark" Hausgemeinschaften

Kontakt

Anschrift: AWO Seniorenzentrum "Am Mühlenpark"
Hausgemeinschaften
Wiehesche Straße 1-5
06571 Roßleben
Telefon: 034672 / 69390

Aufgaben

  • vollstationäre Pflegeeinrichtung
  • Kurzzeitpflegeeinrichtunug

Seniorenwohnpark "Jahnsche Höfe"

Kontakt

Anschrift: Seniorenwohnpark
"Jahnsche Höfe"
Heimstättenplatz 05
06567 Bad Frankenhausen
Telefon: 034671 / 56880

Aufgaben

  • vollstationäre Pflegeeinrichtung
  • Kurzzeitpflegeeinrichtung

Haus Wilma am Anger

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Anschrift: Haus Wilma am Anger
Anger 01
06567 Bad Frankenhausen
Telefon: 034671 / 5544-0

Aufgaben

  • vollstationäre Pflegeeinrichtung
  • Kurzzeitpflegeeinrichtung

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