Bundesfreiwilligendienst

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Der Bundesfreiwilligendienst ist ein Angebot an Frauen und Männer jeden Alters, sich außerhalb von Beruf und Schule für das Allgemeinwohl zu engagieren – im sozialen, ökologischen und kulturellen Bereich oder im Bereich des Sports, der Integration sowie im Zivil- und Katastrophenschutz.

Ziele des Bundesfreiwilligendienstes
Die Aussetzung des Wehrdienstes und damit auch des Zivildienstes zum 1. Juli 2011 war eine große gesellschaftliche Herausforderung. Der Bundesfreiwilligendienst sollte helfen, die Folgen der Aussetzung des Zivildienstes zumindest teilweise zu kompensieren. Alle nach dem Zivildienstgesetz anerkannten Dienststellen und -plätze wurden daher automatisch als Einsatzstellen und Plätze des Bundesfreiwilligendienstes anerkannt. Der Bundesfreiwilligendienst möchte eine neue Kultur der Freiwilligkeit in Deutschland schaffen und möglichst vielen Menschen ein Engagement für die Allgemeinheit möglich machen.

Voraussetzungen für die Freiwilligen
Im Bundesfreiwilligendienst kann sich jeder engagieren, der die Vollzeitschulpflicht erfüllt hat. Jüngere Freiwillige erwerben und vertiefen ihre persönlichen und sozialen Kompetenzen, ältere Freiwillige bringen ihre eigene Lebens- und Berufserfahrung ein. Eine Altersgrenze nach oben gibt es nicht.

Einsatzfelder
Mit Kindern spielen, Biotope pflegen, Seniorinnen und Senioren aus der Zeitung vorlesen, Bioäpfel verkaufen oder Schülerinnen und Schüler durchs Theater führen: die Einsatzorte sind so vielfältig wie unsere Gesellschaft.

Für Ihre Tätigkeit benötigen Sie keine fachliche Ausbildung, Sie übernehmen gemeinwohlorientierte Aufgaben, die über die Kernleistungen der Einsatzstellen hinausgehen. Das sind praktische Hilfstätigkeiten, in denen menschliche Beziehungen im Vordergrund stehen.

Eine Liste aller Zentralstellen geordnet nach den Einsatzbereichen finden Sie hier:
http://www.bundesfreiwilligendienst.de/fuer-einsatzstellen/zentralstellen.html

Beispiele aus dem sozialen Bereich
  • Felix F. ist Freiwilliger in einem integrativen Kinderhort, in dem Kinder mit und ohne Behinderung zusammen lernen und spielen. Seine Aufgaben sind vielfältig: Er hilft beim Verteilen des Mittagessens, verwaltet die Brettspiele und leitet die Fußball-AG für Mädchen.
  • Laura B. ist im Rettungsdienst und Krankentransport tätig. Ein spannender Dienst, der sie rund um die Uhr mit Menschen in ungewöhnlichen Lagen in Kontakt bringt: Oftmals Erste Hilfe im wahrsten Sinne.
  • Nina D. leistet ihren Dienst in der Obdachlosenhilfe. Sie teilt die Küchendienste im Obdachlosencafé ein, unterstützt Menschen ohne Wohnsitz bei Behördengängen und macht jede Woche ein Angebot zur künstlerischen Gestaltung.
Im ökologischen Bereich
  • Johanna C. liebt die Natur und unterstützt die Ranger im Eifel-Nationalpark dabei, bedrohte Tierarten zu beobachten oder die Wanderwege in Stand zu halten.
  • Felix P. engagiert sich in einem gemeinnützigen Gartenprojekt. Hier wird ökologische Landwirtschaft betrieben, und Felix macht bei allem mit: vom Säen, Düngen, Jäten, Ernten bis zum Verkauf der Produkte auf dem Wochenmarkt.
  • Sabine S. ist Bundesfreiwillige im Zoo und dort im Bereich Bildung und Naturschutzerziehung aktiv. Sie assistiert bei Besucherführungen, Aktionstagen oder Kindergeburtstagen oder pflegt die Pflanzen in Gehegen und Flächen.
  • Konrad F. lässt sich den Wind um die Nase wehen auf einer Schutzstation im Wattenmeer. Er leitet Wattwanderungen und Vogelbeobachtungen und hilft bei Zählungen von seltenen Tierarten.

Im kulturellen und sportlichen Bereich und in der Integrationsarbeit
  • Svenja Z. unterstützt eine Museumspädagogin in einem ethnologischen Museum. Hier bietet sie Führungen an, arbeitet in der Verwaltung mit und recherchiert Informationen.
  • Tobias P. interessiert sich schon immer für Musik und Kunst und hat sich deshalb den Bundesfreiwilligendienst beim Theater ausgesucht. Er hilft mit bei theaterpädagogischen Angeboten, der Musikvermittlung und im Bereich Tontechnik.
  • Lena F. macht ihren Bundesfreiwilligendienst in der Nachmittagsbetreuung einer Gesamtschule.
  • Der Volleyballbegeisterte Kemal Ö. unterstützt seinen Sportverein für ein Jahr. Er koordiniert die Jugendmannschaften, leitet Schul-AGs und kann in den Blockseminaren noch seinen Übungsleiterschein im Breitensport machen.
  • Susanne K. unterstützt im Rahmen ihres Bundesfreiwilligendienstes einen Stadtteilladen, der besondere Angebote für Bürger mit Migrationshintergrund anbietet. Zusammen mit der Sozialpädagogin bietet sie einen Tanz-Workshop für Mädchen an und betreut das Nachbarschaftscafé.
  • Micha S. ist sich nicht sicher, ob er Archäologie studieren möchte und testet das Berufsfeld als BFDler im Landesamt für Bodendenkmalpflege. Er hilft mit bei Ausgrabungen und lernt die archäologischen Arbeitsweisen kennen.

Dauer und Einsatzstellen des Bundesfreiwilligendienstes
In der Regel dauert der Bundesfreiwilligendienst zwölf Monate, mindestens jedoch sechs und höchstens 18 Monate. In Ausnahmefällen kann er bis zu 24 Monate geleistet werden.

Beim Bundesfreiwilligendienst handelt es sich grundsätzlich um einen ganztägigen Dienst. Für Freiwillige über 27 Jahren ist aber auch ein Teilzeitdienst von mehr als 20 Stunden wöchentlich möglich. Weitere Infos zu den genauen gesetzlichen Rahmenbedingungen finden Sie hier:
http://www.bundesfreiwilligendienst.de/der-bundesfreiwilligendienst/bfd-von-a-bis-z.html

Einsatzstellen werden von gemeinwohlorientierten Einrichtungen angeboten. Dazu zählen Mitgliedseinrichtungen der Wohlfahrtsverbände (Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonie, Paritätischer Wohlfahrtsverband, Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland), aber auch nicht-verbandsgebundene Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Kinderheime, Kindertagesstätten, Schulen, Jugendeinrichtungen, Einrichtungen der Behindertenhilfe, Erholungsheime, Mehrgenerationenhäuser, Selbsthilfegruppen, Sportvereine, Museen, Kultureinrichtungen, Einrichtungen des Zivil- und Katastrophenschutzes, Träger ökologischer Projekte und Kommunen. Aktuelle Angebote im Bundesfreiwilligendienst finden Sie in der Platzbörse:
http://www.bundesfreiwilligendienst.de/einsatzstellen.html

Die pädagogische Begleitung
Die pädagogische Begleitung hat zum einen das Ziel, Freiwillige auf ihren Einsatz vorzubereiten. Sie bietet ihnen aber auch die Gelegenheit, außerhalb der praktischen Arbeit in der Einsatzstelle einmal innezuhalten, um Eindrücke mit anderen Freiwilligen auszutauschen und Erfahrungen aufzuarbeiten. Darüber hinaus werden soziale und interkulturelle Kompetenzen vermittelt und das Verantwortungsbewusstsein für das Gemeinwohl beziehungsweise für einen nachhaltigen Umgang mit Natur und Umwelt gestärkt. Eines der 17 Bildungszentren befindet sich in Sondershausen.

Beraterinnen und Berater im Bundesfreiwilligendienst
Berater im Bundesfreiwilligendienst stehen allen Interessierten für allgemeine Fragen zur Verfügung. Sie sind Vertreter der Zentralstelle BAFzA (Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben) die regionalen Ansprechpersonen für alle Freiwilligen, sowie Einsatzstellen und Träger, die keinem bundeszentralen Träger angehören. Zu ihren Aufgaben gehören u. a. die Beratung und Betreuung der Freiwilligen und Einsatzstellen während des Dienstes und die Beratung und Betreuung der Freiwilligen und Einsatzstellen hinsichtlich der pädagogischen Begleitung im Bundesfreiwilligendienst.

Der Ansprechpartner im Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben für den Kyffhäuserkreis ist: Herr Joachim Grabietz:

Telefon: 0361 6534251
Fax: 0361 6534252
E-Mail: Joachim.Grabietz@bafza.bund.de

Weitere Informationen zum Bundesfreiwilligendienst
Internetportal des Bundesfreiwilligendienstes: http://www.bundesfreiwilligendienst.de
 
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