Pressemeldung vom: 22.04.2016 - 11:04 Uhr


Neue Gesichter und spannende Höhepunkte
Daniel Klajner und sein Team machten neugierig auf neue Saison im Theater Nordhausen und beim Loh-Orchester Sondershausen

Neue Gesichter, das neue Erscheinungsbild der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH und zahlreiche Höhepunkte im Spielplan stellte der designierte Intendant Daniel Klajner heute der Presse und dem interessierten Publikum vor. Denn sein Team ist um den designierten Generalmusikdirektor Michael Helmrath und die designierte Verwaltungsdirektorin Grit Reichelt, die in die Fußstapfen der nach Schwerin wechselnden Angela Kalms treten wird, angewachsen. Außerdem begrüßte er den zukünftigen Leiter der Abteilung Kommunikation und Marketing, Johannes Laubscher. Neugierig machte Daniel Klajner auf den Geiger und Komponisten Christoph Ehrenfellner, der für drei Spielzeiten als Composer in Residence vor Ort sein und in vielfältiger Weise in Erscheinung treten wird.

Im Mittelpunkt stand der Spielplan der kommenden Saison mit 24 Premieren und drei Wiederaufnahmen. Nach der traditionellen Operngala eröffnet das Musiktheater am 16. September mit der beliebten Oper „La Bohème“ von Puccini in der Regie der designierten Operndirektorin Anette Leistenschneider. Die spanische Operette „Luisa Fernanda“ inszeniert Alfonso Romero Mora, der bereits mit „Carmen“ das Publikum der Thüringer Schlossfestspiele Sondershausen begeisterte. Anette Leistenschneider bringt im Januar „Salome“ von Richard Strauss“ auf die Bühne. Am 31. März hat das Musical „Dracula“ in der Regie des designierten Ballettdirektors Ivan Alboresi Premiere.

Gemeinsam mit der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar bringt das Theater Nordhausen die RoadOper „Bonnie und Clyde“ zur Uraufführung, deren Libretto die scheidende Leiterin des Jungen Theaters Bianca Sue Henne verfasst hat. Ein besonderes Ereignis wird die Uraufführung des Nordhäuser Luther-Musicals „Hier stehe ich. Ich kann nicht anders“ aus der Feder von Daniel Klajner am 23. April, an dem nicht nur Nordhäuser Ensemblemitglieder und Musiker des Loh-Orchesters, sondern auch Mitglieder des Theaterjugendclubs, des Seniorentheaters „Die Silberdisteln“, die Nordhäuser Kantorei und viele andere mehr mitwirken werden. „Sie alle können mitmachen“, lud Klajner die Nordthüringer ein.

Mit einer großen Ballettgala begrüßt das Ballett TN LOS!, die Ballettkompanie des Theaters Nordhausen, das Publikum am 24. September. Der designierte Ballettdirektor Ivan Alboresi stellt sich choreographisch mit einem Leckerbissen vor: Am 7. Oktober hat „Schwanensee“ Premiere. Gemeinsam mit dem spanischen Choreographen Pedro Lonzano Gómez gestaltet er außerdem den zweiteiligen Ballettabend „Die Seele erzählt nicht, sie tanzt“, Premiere ist am 17. Februar 2017. Im Kammertanzabend „Frei(T)räume“ werden die Tänzerinnen und Tänzer des Balletts selbst zu Choreographen.

Im Schauspiel wird die erfolgreiche Kooperation mit dem Theater Rudolstadt fortgesetzt. Das Ensemble des Kooperationspartners bringt die Komödien „Der nackte Wahnsinn“ von Michael Frayn und „Eine heikle Sache, die Seele“ von Dimitré Dinev ebenso wie Friedrich Schillers „Die Räuber“ auf die Nordhäuser Bühne.

Für das Loh-Orchester Sondershausen plant Michael Helmrath spannende Sinfoniekonzerte, die künftig sowohl samstags im Haus der Kunst Sondershausen als auch sonntags im Theater Nordhausen bereits um 18 Uhr beginnen werden. Neu ist auch, dass Kinder jeweils parallel zur ersten Konzerthälfte zu einer besonderen Konzerteinführung eingeladen sind, bevor sie dann bestens vorbereitet den zweiten Teil besuchen.

Im ersten Sinfoniekonzert am 24. und 25. September stellen sich sowohl Michael Helmrath als auch Christoph Ehrenfellner musikalisch vor. Helmrath dirigiert unter anderem Beethovens Violinkonzert D-Dur, in dem Ehrenfellner als Solist auftreten wird. Werke von Fauré, Dvořák, Tschaikowsky, Beethoven, Bruch, Händel, Prokofjew und vielen mehr spielt das Loh-Orchester während der Konzertsaison. Und mit der „Fantaisie Pathétique“ von Christoph Ehrenfellner und dem im Rahmen des Sondershäuser Kompositionsstipendium entstandenen „The Crack“ von Jelena Dabić stehen auch zeitgenössische Werke auf dem Programm.

Die Loh-Konzerte im prachtvollen Achteckhaus des Sondershäuser Schlosses, die bisher im Frühsommer stattfanden, werden künftig über den Zeitraum von November bis Mai verteilt angeboten. Ebenfalls weitergeführt werden die Reihen der Schlosskonzerte und der After-Work-Konzerte. Neu ist am 18. Februar das Konzert „Singt mit!“ zum Mitsingen und Zuhören.

Große Pläne hat auch das Junge Theater. Die Volkslieder-Oper „Wenn ich ein Vöglein wär“ von Christian Georg Fuchs, der die Leitung des Jungen Theaters zur neuen Spielzeit übernimmt, die szenische Lesung „Reineke Fuchs“ – „der frechste Goethe, den es gibt“, so Fuchs - , das Weihnachtsmärchen „Aladin und die Wunderlampe“ vom Theater Rudolstadt und die Uraufführung des Musiktheaterstücks „Die Verwandlung“ von Christoph Ehrenfellner sind nur einige der Höhepunkte.

Bei den Thüringer Schlossfestspielen Sondershausen gibt es außer der großen Festspiel-Premiere „Zar und Zimmermann“ im Schlosshof im Sommer 2017 eine Inszenierung speziell für Familien: Mozarts „Bastien und Bastienne“ wird unter freiem Himmel auf der Theaterwiese des Schlosses aufgeführt. Die Ballettgala „Sternstunden“ der Thüringer Ballettkompanien, die Musicalgala „Sounds of Broadway“ und die italienische Operngala „Glanzlichter des Belcanto“ runden das Programm der Festspiele ab.

Abschließend hob Daniel Klajner hervor, dass die Theater- und Orchester-GmbH 192 Mitarbeiter aus 20 verschiedenen Nationen und vier Kontinenten in insgesamt 60 Berufsbildern beschäftigt. „Das ist der Ort, an dem man sich treffen kann“, lud er sein Publikum zu einer spannenden Spielzeit ein.

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