Pressemeldung vom: 25.07.2016 - 15:07 Uhr

In der DDR geschiedene Frauen – Betroffene für Diskussion gesucht!

Auf Initiative der  Familien- u. Gleichstellungsbeauftragten des Landratsamtes Kyffhäuserkreis und des SPD-Ortsvereines Sondershausen wird vom 01.11.2016 – 02.12.2016 im Sondershäuser Landratsamt die Ausstellung:

Frauen kämpfen um ihr Recht - In der DDR geschieden, durch den Einigungsvertrag diskriminiert

zu sehen sein.

Diese wurde vom Verein der in der DDR geschiedenen Frauen e. V. entwickelt und soll auf die Schicksale der Betroffenen aufmerksam machen. Noch immer kämpfen diese Frauen gegen das Unrecht, keinerlei Ansprüche auf Versorgungsausgleich in ihren Ehejahren gegenüber ihrem Partner erworben zu haben, an. Der Einigungsvertrag sah keine Angleichungen im Rentenüberleitungsgesetz dafür vor. Altersarmut ist oft die Folge. Zahlreiche Fraueninitiativen haben sich gegen diese Diskriminierung gewehrt und tun dies immer noch. 26 Jahre nach der Wiedervereinigung ist die Anzahl der betroffenen Frauen von 800.000 auf 300.000 Frauen gesunken. Das macht betroffen, doch spornt die noch agierenden Aktivistinnen an, ihren Weg weiter zu verfolgen und Druck auf die Politik auszuüben.

Auch im Kyffhäuserkreis gab es nach der Wiedervereinigung eine sehr aktive Gruppe, die sich an vielerlei Aktionen beteiligt hat. Eine Rentnerin, die sich nach wie vor für das Thema stark macht, jedoch aus Altergründen nicht mehr die Kraft hat, Vorhaben umzusetzen, steht in engem Kontakt mit der Gleichstellungsbeauftragten. Gemeinsam mit ihr und weiteren Interessierten soll die Ausstellung am 01.11.2016 um 16.00 Uhr im Foyer des Landratsamtes eröffnet werden.

Die im Anschluss stattfindende Gesprächsrunde soll mit Vertreter*innen aus Politik und betroffenen Frauen geführt werden. Wenn Sie als Betroffene gern mitdiskutieren möchten, melden Sie sich bitte im Vorfeld bei Frau Töppe unter der:

03632 741105 oder per Mail: k.toeppe[at]kyffhaeuser.de oder bei Frau Stauch unter der: 036020 888788 an.    

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