Pressemeldung vom: 07.02.2013 - 07:02 Uhr

Schon seit einigen Jahren wird der Rosenmontagsumzug in Sondershausen durchgeführt und ist zu einer guten Tradition geworden, auf den sich viele Karnevalsvereine freuen und diesen Tag lange und intensiv vorbereiten.

Da es aber in den vergangenen Jahren zu mehreren Ausschreitungen auf dem Marktplatz gekommen ist und vermehrt Kinder und Jugendliche stark betrunken aufgefallen sind, soll in diesem Jahr der Jugendschutz intensiver kontrolliert werden. Polizei sowie Mitarbeiter/ -innen der Stadtverwaltung Sondershausen und des Landratsamtes Kyffhäuserkreis haben sich bereits im Vorfeld intensiv mit dieser Problematik befasst und Handlungsstrategien erörtert. So werden Verstöße konsequent durch Ordnungswidrigkeitsanzeigen mit Geldbußen geahndet.

Das Hauptproblem liegt jedoch nicht unbedingt in der Abgabe von alkoholischen Getränken durch die Gewerbetreibenden an die Kinder und Jugendlichen – hier wird zum Großteil auf die Altersbeschränkungen geachtet – sondern in der Weitergabe der Getränke der Jugendlichen untereinander. Ungeachtet dessen stellen der Verkauf und die Weitergabe von alkoholischen Getränken und Tabakwaren an Minderjährige eine Straftat dar.

Um vorab sensibilisierend auf diese Veranstaltung einzuwirken, wurden durch den Jugendschutzbeauftragten des Jugend- und Sozialamtes des Kyffhäuserkreises die Regelschulen, das Gymnasium, das Berufsschulzentrum und betreffende Händler bzw. Märkte der Stadt Sondershausen explizit auf die gesetzlichen Jugendschutzbestimmungen hingewiesen.

Darüber hinaus möchten wir die Eltern darum bitten, das Gespräch mit ihren Kindern zu suchen, um sie darauf aufmerksam zu machen, dass Bier, Wein, Sekt und ähnliche Getränke frühestens erst ab dem 16. Lebensjahr, mit Einverständnis der Eltern, und dass Tabakwaren und branntweinhaltige Getränke erst ab dem 18. Lebensjahr konsumiert werden dürfen.

Kinder und Jugendliche sind aufgrund ihres Wachstumsprozesses durch den Konsum von Alkohol und Tabakwaren besonderen gesundheitlichen Schäden und Gefahren ausgesetzt. Dazu kommt das eigenwillige Verhalten in der Pubertät. Im angetrunkenen Zustand sind Menschen durch Leichtsinn und/oder gruppendynamische Prozesse, wie Mutproben, nochmals besonderen Gefahren ausgesetzt  und können auch andere gefährden. Wir möchten in besonderer Weise alle Eltern, aber auch beobachtende Bürgerinnen und Bürger, bitten, an diesem Rosenmontag und natürlich an allen anderen Tagen im Jahr auch, erzieherisch darauf einzuwirken, sich einzumischen und einzuschreiten, wenn Kinder und Jugendliche Alkohol und Tabakwaren konsumieren.

Helfen Sie mit, dass der Rosenmontagsumzug einen fröhlichen und friedlichen Verlauf nimmt!


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