Pressemeldung vom: 09.12.2016 - 07:12 Uhr

Wichtige Informationen zur Heizöllagerung

Im Zuge der Wiedervereinigung hat der Energieträger Heizöl enorm an Attraktivität gewonnen. Allein im Kyffhäuserkreis sind rund 10.000 genehmigte Anlagen zu verzeichnen. Vor dem Gesetzgeber tragen die Betreiber dafür Sorge, dass eine sichere und sachgerechte Lagerung des Heizöls erfolgt und keinerlei Verunreinigung von Boden und Gewässer zu befürchten ist.

In der Vergangenheit ist jedoch stark aufgefallen, dass hier ein großer Handlungsbedarf besteht. Viele Betreiber kommen ihren gesetzlich vorgegebenen Pflichten nicht oder nur unzureichend nach. Oftmals fehlen auch Wissen und Informationen sowie das Bewusstsein dafür, welche Aufgaben die private Lagerung von Heizöl mit sich bringt.  
Im Gegensatz zu den wiederkehrend zu prüfenden Anlagen (beispielsweise in Trinkwasserschutzgebieten), welche einer regelmäßigen Überwachung unterzogen werden müssen, fristen einmalig zu prüfende Anlagen ein eher anonymes Dasein. Doch auch diese Heizöllager existieren mitunter bereits seit mehr als 25 Jahren und können Verschleiß- und Abnutzungserscheinungen nicht entgehen. Daher liefert die untere Wasserbehörde des Landratsamtes des Kyffhäuserkreises im Folgenden wichtige Hinweise zu den gesetzlichen Anforderungen an Heizölverbraucheranlagen:

1. Anzeige- und Genehmigungspflicht
Jede Lageranlage, welche ein Lagervolumen von 1.000 Liter übersteigt, muss bei der unteren Wasserbehörde angezeigt/genehmigt werden. Das kann auch nachträglich erfolgen!!!

2. Prüfpflicht
Jede Lageranlage oberhalb der 1.000-Liter-Grenze muss entsprechend einmalig oder wiederkehrend durch einen zugelassenen Sachverständigen geprüft werden. Dies ist unaufgefordert und durch den Betreiber selbst zu veranlassen. Für Thüringen gilt:
  • Über 1.000 Liter in Trinkwasserschutzzonen (Zone III), sowie außerhalb von Trinkwasser-schutzzonen aber über 10.000 Liter -> alle 5 Jahre  (unterirdische Anlagen alle 5 - 2,5 Jahre).

  • Für alle übrigen Anlagen oberhalb der 1.000 Liter mindestens einmalig vor Inbetriebnahme.

  • Vor Inbetriebnahme einer länger als 1 Jahr stillgelegten Anlage sowie nach einer wesentlichen Änderung muss ebenfalls eine Prüfung erfolgen.

  • Generell ist das Lagern von Heizöl in den Trinkwasserschutzzonen II und I nicht statthaft!
3. Fachbetriebspflicht
Alle Arbeiten an den Öltanks und Ölleitungen, wie etwa Einbau, Wartung oder Reparaturen dürfen ausschließlich von ausgewiesenen Fachbetrieben durchgeführt werden.

4. Kontrolle durch den Betreiber
Der Betreiber hat augenscheinliche Mängel an der Anlage, wie z. B. Undichtheiten, Risse oder Beschädigungen im Auffangraum unverzüglich zu melden bzw. durch die Fachfirma beseitigen zu lassen.

Für Fragen steht Ihnen die untere Wasserbehörde gerne zur Verfügung.

Ansprechpartner:

Landratsamt Kyffhäuserkreis
Markt 8, 99706 Sondershausen
Frau Carolin Grabe
Sachbearbeiterin untere Wasserbehörde
Telefon: 03632/741258

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