Pressemeldung vom: 07.06.2017 - 15:06 Uhr

Schulnetzplanung wird fortgeschrieben

Die Schulnetzplanung des Kyffhäuserkreises wurde auf dem Kreistag im September 2013 für die Jahre 2013 bis 2018 beschlossen. Damit wurden entscheidende Grundlagen für ein nachhaltiges, modernes und leistungsfähiges Schulnetz geschaffen.

Neben der Gewährleistung der äußeren Rahmenbedingungen für die Schule durch die Bereitstellung von Schulgebäuden und deren Ausstattung ist der Landkreis auch für das Verwaltungs- und technische Personal bis hin zur Schülerbeförderung verantwortlich.

Zurzeit wird das vorliegende Zahlenmaterial analysiert, um damit eine gute Basis für die Erarbeitung der künftigen Schulnetzplanung zu schaffen.

In schulbezogenen Workshops mit dem Staatlichen Schulamt und dem jeweiligen Schulleitern wird der jetzige Schulnetzplan evaluiert und einzelne Schwerpunkte der Fortschreibung diskutiert.

Durch die Landrätin des Kyffhäuserkreises Frau Antje Hochwind (SPD) wurden bereits im Ausschuss für Kultur, Schulen und Sport verschiedene Eckpunkte und Prämissen bei der geplanten Fortschreibung angesprochen.
„Unsere Schulen sind sehr gut ausgelastet, so dass wir im nächsten Planungszeitraum alle Schulen erhalten können. Jetzt steht der digitale Ausbau sowie die bauliche Anpassung im Rahmen der Inklusion sowie die Ausstattung, vor allem mit Fachkabinetten und damit die Schaffung eines einheitlichen Niveaus an allen Schulen im Mittelpunkt der weiteren Zielsetzungen.“

Noch zu einigen Details:
Die Landkreise sind durch den Gesetzgeber beauftragt, für ihr Zuständigkeitsgebiet einen Schulnetzplan aufzustellen. Dabei hat der Schulträger die Festlegungen des Schulgesetzes und des Landesentwicklungsplanes umzusetzen. So soll sichergestellt werden, dass für jeden Schüler in zumutbarer Entfernung ein Bildungsangebot in hoher Qualität zur Verfügung steht. Moderne Lehr-und Lernbedingung zu schaffen bedeutet Rahmenbedingungen zu schaffen, die es Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher, sonderpädagogische Fachkräfte, Schulpsychologen, Schulpsychologinnen und natürlich Eltern ermöglicht, den bestmöglichen Bildungserfolg für unsere Kinder zu erreichen.

Unter diesen Prämissen wurde 2012 erstmals öffentlich der Schulnetzplan 2013-2018 des Kyffhäuserkreises diskutiert und 2013 vom Kreistag beschlossen. Hierbei stand im Vordergrund zuerst die Sicherheit und den Brandschutz an über 2/3 der Schulen sicherzustellen, aber auch notwendige bauliche Investitionen an unseren Schulstandorten zu tätigen. Die hierfür notwendigen Planungsanalysen in Bezug auf Schülerzahlen und Prognosen wurden erbracht. An drei Schulstandorten wurde ein Schulneubau notwendig. Das Investitionspaket für alle Maßnahmen beläuft sich auf mittlerweile mehr als 50 Millionen Euro.Nunmehr steht eine Überprüfung der Gegebenheiten an, um das Bildungsangebot bei uns im Landkreis zukunftsfähig zu halten.

Die Anforderungen an Bildung befinden sich in einem steten Wandel. Internationalisierung, technologischer Wandel sowie die uneingeschränkte Verfügbarkeit von einer unübersehbaren Informationsflut stellen nur einige dieser neuen Herausforderungen dar, die auch vor unseren Schulen nicht Halt machen. Mögen gleiche Bildungsangebote im Kreis vorliegen, haben wir bereits Nachholebedarf bei Inklusion und Integration. Beim Thema Digitalisierung sind an vielen Standorten Investitionen nötig, die als Grundlage jedoch zuerst die entsprechende Breitband-Infrastruktur benötigen. Hierzu laufen derzeit die vorgeschriebenen Ausschreibungsverfahren.

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