Pressemeldung vom: 20.06.2017 - 11:06 Uhr


Den Alten Wald der Hohen Schrecke mit der neuen Wander- und Radkarte entdecken

Braunsroda, 15.6.2017. Ein neues Ausflugsziel für Wanderer ist entstanden. Seit Mai ist das grundhaft überarbeitete Wegenetz in der Hohen Schrecke ausgewiesen.  Auf sechs thematischen Rundwegen können Wanderer die vielfältigen Besonderheiten der Hohen Schrecke erleben. Die neu erschienene topografische Karte verzeichnet dabei alle Wander- und Radwege, Übernachtungs- und Einkehrmöglichkeiten, sowie Freizeitinfrastrukturen (Freibäder, Museen etc.). Auf der Rückseite finden sich Beschreibungen zum Gebiet, zum Naturschutzgroßprojekt, den sechs Rundwanderwegen, Ausflugs- und Freizeittipps, Service- & Kontaktinformationen. Mit der Karte steht einer Entdeckungsreise durch die Hohe Schrecke nichts mehr entgegen!

Die Karte mit der ISBN 978-3-00-056515-1 ist für 4,90 € an diversen Verkaufsstellen in der Region, sowie über den Verein Hohe Schrecke (Touristinformation Unstruttal Hohe Schrecke in Wiehe, Tel: 034672/ 69807, E-Mail: tourismus[at]hohe-schrecke.de), oder den Buchhandel erhältlich.  

Die Themenwege: Der Enzian-Wiesenweg (6 km) führt durch das artenreiche Offenland im Schutzgürtel des Alten Waldes. Der Wiegental-Wildnisweg (5 km) führt tief in den alten Wald hinein, in dessen Bäumen  sogenannte Urwaldreliktkäferarten leben - Käfer, die anzeigen, dass in der Hohen Schrecke seit der letzten Eiszeit immer Wald stand. Bisher wurden 15 dieser außergewöhnlich seltenen Arten hier entdeckt – mehr als irgendwo sonst in Thüringen. Auf dem Rundweg Beichlinger Schmücke ( 8 km) genießt man einmalige Ausblicke über dichte Wälder, wie von einem “natürlichen Baumkronenpfad”. Der Rabenswald-Familienweg (6 km) führt vorbei an einem Freiluftatelier eines Holzkünstlers zu Zeugnissen historisier Siedlungen im Wald. Der Kleine und der Große Hohe Schrecke Rundweg (14 und 36 km) passieren die Highlights des alten Waldes: monumentale Buchen, einsame Täler, Streuobstwiesen und idyllische Dörfer. Weitere Informationen unter www.hohe-schrecke.de.
Empfehlenswert sind auch geführte Wanderungen. Sie öffnen die Augen für das Besondere an der hiesigen Natur.  Die Natur- und Landschaftsführer begleiten Sie gerne bei ihren ganz persönlichen Naturerfahrungen und erzählen die eine oder andere Geschichte über Wissenswertes, Kurioses oder Märchenhaftes aus der Hohen Schrecke. Egal ob spannende Erlebnisführung oder anschauliche Themenführung – hier ist garantiert für die ganze Familie etwas dabei! Unser Tipp zum Reinschnuppern: Im Rahmen der Bauernmärkte auf dem Gutshof von Bismarck in Braunsroda (jeweils am 1. Samstag im Monat von April bis Dezember, Heidelbergstr. 1, 06577 Heldrungen OT Braunsroda) findet immer um 10:30 Uhr eine rund 2,5-stündige geführte Wanderung statt. Weitere Informationen auf www.hohe-schrecke.de.

Die Hohe Schrecke
Die Hohe Schrecke ist ein urwüchsiges Waldgebiet am Nordrand des Thüringer Beckens, an der Landesgrenze zwischen Thüringen und Sachsen-Anhalt. Mit 370 m ist der Wetzelshain die höchste Erhebung der „Hohen Schräge“, einer steil ansteigenden Hügelkette zwischen dem Thüringer Becken und der Unstrutaue. Der urige, alte Buchenmischwald ist ein Schatz unberührter Natur. Lange Zeit militärisches Sperrgebiet, konnte sich die Hohe Schrecke zu einem bedeutsamen Rückzugsort für seltene Tiere und Pflanzen entwickeln. Mit einem bis 2023 durchgeführten Naturschutzgroßprojekt wird der Wert des Waldes für die kommenden Generationen bewahrt. Überregional ist dieses Naturjuwel bisher kaum bekannt. Wer hektischer Betriebsamkeit entfliehen will und Entspannung, beeindruckende Wälder und eine idyllische Kulturlandschaft mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten sucht, ist hier genau richtig.

Text: Christin Zander
Bild: 301_11_41_414.jpg
Bildunterschrift: Wandern mit der ganzen Familie in der Hohen Schrecke
Bildautor: Thomas Stephan

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