Pressemeldung vom: 09.10.2013 - 08:10 Uhr

Mundgesundheit der Kinder im Kyffhäuserkreis

Die Mundgesundheit unserer Kinder verbesserte sich in den letzten 20 Jahren vor allem im bleibenden Gebiss mit rasanter Geschwindigkeit. Das ist eine gute Nachricht. Viele Jugendliche kennen den Bohrer beim Zahnarzt nicht. Im Durchschnitt haben 12-jährige Schulkinder im Kyffhäuserkreis weniger als einen gefüllten bzw. kariösen Zahn. Das hat die Auswertung der Vorsorgeuntersuchungen des Gesundheitsamtes vom Schuljahr  2012 / 2013  ergeben. Damit ist das Gesundheitsziel der Bundeszahnärztekammer für das Jahr 2020 bereits ereicht.

Weniger gut steht es leider um die Milchzähne. Zum Zeitpunkt der Einschulung hatten nur 38 % der Kinder im Kyffhäuserkreis ein vollständig gesundes Gebiss. Das ist keine Ausnahme. In ganz Thüringen lag der Durchschnittswert bei 44 %. Viele stellen sich die Frage: Ist das überhaupt so schlimm, wenn die Milchzähne sowieso bald ausfallen?   „ Ja ! „  denn gute Milchzähne sind wichtig. Die Folgen frühzeitigen Milchzahnverlustes und zerstörter Milchzähne sind vielfältig z. B. verzögerte  Sprachentwicklung und erschwertes Kauen. Müssen Milchzähne zu früh gezogen werden, kann das später zu Platzmangel für die bleibenden Zähne führen. Eine aufwendige kieferorthopädische Behandlung ist dann erforderlich. In besonders schweren Fällen wird eine Generalsanierung des Milchgebisses unter Narkose notwendig.

Damit die Eltern in unserem Kreis mit diesem Problem nicht alleine sind, werden sie von den Erzieherinnen und Erziehern in den 54 Kitas unterstützt. In allen Einrichtungen werden unter Anleitung einmal täglich die Zähne geputzt. Viele Kitas bieten den Kindern Getränke mit sehr wenig oder ohne Zucker an und achten auf ein gesundes Frühstück. Der Arbeitskreis Jugendzahnpflege und 34 niedergelassenen Zahnärzte des Kreises haben Patenschaften zu Kitas übernommen und betreuen diese mit viel Engagement. Durch das DRK Krankenhaus in Sondershausen und die Helios Klinik in Sangerhausen wird an jede Mutti eines Neugeborenen des Kreises ein Zahnpass ausgehändigt. Damit haben Eltern eine Übersicht, wann sie mit ihrem Kind zum Zahnarzt gehen sollten. Er ergänzt das gelbe, kinderärztliche Untersuchungsheft. Trotz dieser gemeinsamen Anstrengungen liegt die Hauptverantwortung für die Zähne der Kinder bei den Eltern.

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