Pressemeldung vom: 23.01.2014 - 16:01 Uhr

Übergabe von einem Einsatzleitwagen und Neoprenanzügen in Verbindung mit der Ehrung der Kameradinnen und Kameraden für “Fluthilfe 2013”

Im Zuge der Übergabe der Erinnerungsabzeichen „Fluthilfe 2013“ am 24. Januar 2014 um 17:00 Uhr im Carl-Schroeder-Saal in Sondershausen finden zwei weitere Übergaben im Bereich Katastrophenschutz an diesem Tage statt.

Am 24. Januar 2014 wird um 15:00 Uhr auf dem Marktplatz in Sonderhausen ein Einsatzleitwagen durch die Landrätin Frau Antje Hochwind (SPD) an Herrn Sven Oesterheld, Zugführer des Sanitäts- und Betreuungszuges des Katastrophenschutzes des Kyffhäuserkreises übergeben.

 
Nachfolgend einige Informationen zum Einsatzleitwagen (ELW):

  • Kosten des ELW: 75.056,82 €
  • direkte Finanzierung aus dem Kreishaushalt; indirekt finanziert durch den Mehrbelastungsausgleich des Freistaates – in der Höhe jedoch nicht zu beziffern
  • Einsatzleitfahrzeug (ELF) ist ein Ford Transit mit folgender Ausstattung:
  • 2 Funkarbeitsplätze (4m/2m Funk zur Kommunikation mit Leitstelle und Gesamteinsatzleitung)
  • 1 PC mit Internetanschluss und Multifunktionsdrucker
  • diverse Lagekarten, Flipchart
  • Pavillonzelt mit Klapptisch und vier Stühlen
  • unabhängige Stromversorgung
  • erweiterter Verkehrssicherungssatz (Sicherheits- u. Absperrmaterial)
  • Kompass, Fernglas, Digitalkamera; Megaphon, Verbandkasten, Beatmungshilfe, Leitungstrommel, Anschlussleitung für Stromerzeuger.

Der ELW ist eine nach der Thüringer Katastrophenschutzverordnung (ThürKatSVO) erforderliche Ausstattungskomponente des Sanitäts- und Betreuungszuges. Es handelt sich um ein Fahrzeug für die taktische Einsatzleitung vor Ort.

Im Kyffhäuserkreis besteht der Sanitäts- und Betreuungszug seit 1996. Die zugehörige Betreuungsgruppe wird vom DRK Kreisverband Artern gestellt, und die Sanitäts- und Führungsgruppe vom DRK Kyffhäuserkreisverband e.V. Sondershausen. Hier in Sondershausen wird das Fahrzeug nun seine neue Heimat finden und in Zukunft die Arbeit der Führungskräfte und Helfer im Katastrophenschutz massiv erleichtern.
 
Die Aufgaben eines Einsatzleitwagens hängen vom konkreten Einsatz ab. Im Wesentlichen besteht seine Aufgabe jedoch in der Leitung eines Einsatzes oder Einsatzabschnittes, im Transport und der Unterstützung eines Einsatzleiters oder Einsatzstabes, im Transport von Führungsmaterialien und in der Abwicklung von Funkverkehr an der Einsatzstelle und zwischen der Einsatzstelle und einer höheren Führungseinrichtung (z.B. der Leitstelle oder dem Katastrophenschutzstab).
 
Entsprechend der Norm und den entsprechenden Dienstvorschriften wird ein Einsatzleitwagen standardmäßig mit einem sogenannten Zugtrupp (4 Personen) besetzt, der dem Einsatzleiter bei der Abwicklung eines Einsatzes hilft. Dieser Trupp setzt sich aus einem Fahrer, einem Funker, einem Gruppenführer zur besonderen Verfügung und dem Zugführer bzw. Einsatzleiter selbst zusammen. Vielerorts ist man jedoch, zumindest beim normalen Einsatzaufkommen, dazu übergegangen einen Einsatzleitwagen lediglich mit Fahrer und Einsatzleiter zu besetzen.


Im Verlauf der Übergabe des ELW um 15:00 Uhr auf dem Marktplatz werden von Frau Landrätin Antje Hochwind (SPD) 4 Neoprenanzüge an Herrn Sandro Bauer von der Wasserrettungsstaffel des Katastrophenschutzes des Kyffhäuserkreises, betrieben durch den DRK Kreisverband e.V. in Sondershausen, übergeben.

Nachfolgend einige Informationen zu den Neoprenanzügen und der Wasserrettungsstaffel:
  • 4 Stück kosten insgesamt 2.364,01 € (591 € pro Stück)
  • zu jedem Anzug gehören  Auftriebsweste, Helm und Handschuhe

Die Wasserrettungsstaffel war nach Vorgabe der oberen Katastrophenschutzbehörde aufzustellen und umfasst mittlerweile 6 Mitglieder. Erst ein Mitglied konnte mit einem Neoprenanzug ausgerüstet werden. Mit der Beschaffung von vier weiteren Neoprenanzügen ist die volle Einsatzbereitschaft, auch bei schlechtem Wetter und niedrigen Wassertemperaturen, gewährleistet. Ein Helfer bleibt immer an Land, um die Funkverbindung zu gewährleisten und benötigt insofern keine derartige Ausstattung.

Die Auftriebsweste unterstützt den Retter beim Zurücklegen größerer Strecken auf dem Wasser, insbesondere wenn er zusätzlich eine hilflose Person an Land bringen muss. Der Einsatz der Wasserretter kann in Fließgewässern, wie Unstrut und Wipper, aber auch in natürlichen und künstlichen stehenden Gewässern, wie Seen, Naturbädern und Kiesseen erforderlich werden. Selbst die Rettung bei Eiseinbrüchen ist möglich, weil die Staffel schon über ein Rettungsboot mit Eisschlitten verfügt. Seit der Aufstellung der Wasserrettungsstaffel ist es noch zu keinem echten Einsatz gekommen. Dies wäre ohne die Ausrüstung rechtlich auch nicht zulässig gewesen.


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