Pressemeldung vom: 28.01.2014 - 13:01 Uhr

Elektrogeräteverwertung (EGV) Göllingen GmbH und Landkreis ziehen positive Bilanz bei der Umsetzung des Elektrogesetzes

Im Januar diesen Jahres erfolgte die  Auswertung des im Kyffhäuserkreis geregelten Systems der Sammlung und Entsorgung von Elektroaltgeräten mit Vertretern des Amtes für Umwelt, Natur und Wasserwirtschaft des Kyffhäuserkreises und der Geschäftsleitung der EGV Göllingen GmbH in den Räumlichkeiten der Firma in Sondershausen.

Seit 2012 ist mit dem neuen Kreislaufwirtschaftsgesetz die Entsorgung von Altgeräten klar geregelt. Es ist nicht mehr zulässig alte Elektrogeräte auf Schrottplätzen abzugeben oder an Schrotthändler zu geben. Auch Sammlungen aus Haushalten sind für diese Geräte nicht mehr zulässig, beziehungsweise sind nur mit Genehmigung der Behörde möglich.

„Der Gesetzgeber stellt dadurch sicher, dass Elektroschrott umweltschonend verwertet wird“ so Dr. Fruth, Leiter des Amtes für Umwelt, Natur und Wasserwirtschaft des Landkreises. Auch wenn diese Geräte nicht mehr funktionstüchtig sind, haben sie noch eine Verwendung. Elektrogeräte enthalten wertvolle Rohstoffe, wie Edelmetalle, die recycelt werden. Zum anderen aber auch Schadstoffe, wie das ozonschädigende FCKW aus Kühlgeräten oder Schwermetalle und Quecksilber aus Bildschirmgeräten. Durch den Werkstattbetrieb der EGV Göllingen GmbH ist es auch möglich, regenerierte Geräte wieder zu verwenden und somit einer Verwertung im Sinne des Kreislaufwirtschaftsgesetztes zu ermöglichen.

In Auswertung der Jahreszahlen 2013 des Kyffhäuserkreises durch die Geschäftsleitung, Frau Petra Hartung und Herrn Uwe Peyer von der Elektrogeräteverwertung Göllingen GmbH, konnte mit dem Leiter des Umweltamtes Herrn Dr. Fruth wiederholt eine positive Bilanz zu dem erreichten Stand der Entsorgung von Elektrogeräten aus dem Kyffhäuserkreis gezogen werden.

Durch die Erfassung über das bürgerfreundliche Sammelsystem mit der Karte aus der Abfallfibel und die Möglichkeit der Direktanlieferung an der Sammelstelle in Sondershausen konnte ein Ergebnis von ca. 15.000 gesammelten Elektrogeräten und 145 Tonnen Kleinelektroschrott erreicht werden. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein leichter Rückgang zu verzeichnen, der aber bedingt durch einen Rückgang an Fernsehgeräten zu begründen ist. In 2012 erfolgte in vielen Haushalten eine große Umstellung auf Flachbildschirme und TV Geräte, die in 2013 dann im Wesentlichen abgeschlossen war.

In diesem Sammelergebnis sind auch erhebliche Mengen an Elektrokleingeräten enthalten, die durch die zusätzlich aufgestellten blauen Sammelbehälter mit der Kleinschrottkennzeichnung an Sammelplätzen für Glas und Papier in den Städten und Gemeinden des Kreises eingesammelt wurden.

Leider ist immer wieder zu verzeichnen, dass sich unbefugte Personen an diesen Tonnen bedienen und Wertstoffe entnehmen, so dass die gesammelte Menge im Vergleich zum Vorjahr rückläufig ist. Viele Bürger nutzen diese Sammeltonnen vorbildlich zur Entsorgung ihrer Kleingeräte und wenige Unbefugte bedienen sich oder lagern ihren Müll an diesen Stellen ab. Hier ist es erforderlich weiter in Zusammenarbeit mit den Ordnungsämtern nach Lösungen zu suchen. Auch die beherzte Mitarbeit der Bürger bei beobachteten Verstößen wäre hilfreich, wenn diese das bei der Behörde anzeigen würden.

Seit 2006 besteht ebenfalls die Möglichkeit der Direktanlieferung an der Sammelstelle bei der Elektrogeräteverwertung Göllingen GmbH in Sondershausen in der Frankenhäuser Straße 64, welche von den Bürgern in 2013 mit über 2.000 Geräteanlieferungen zunehmend genutzt wurde.

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