Pressemeldung vom: 13.03.2014 - 07:03 Uhr

„Insoweit erfahrene Fachkräfte“ stehen im Kyffhäuserkreis für Beratungen zur Verfügung

Es sind nicht nur die tragischen Fälle von gravierender Vernachlässigung von Kindern und Kindestötung, die den Kinderschutz auf Bundes- und Landesebene als auch bei den Kommunen in den Mittelpunkt der Diskussionen rücken. Es ist auch die Alltagsrealität, die aus Einrichtungen, Beratungsstellen, Schulen, Kindertagesstätten oder auch Arztpraxen vermittelt wird. Oftmals wird hier eine mangelnde, unzureichende oder nicht alters entsprechende Versorgung von Kindern deutlich.

Die steigenden Anzahlen von Inobhutnahmen bundesweit zeigen, dass nicht jedes Elternhaus zu jeder Zeit die ausreichende Versorgung des Kindes gewährleisten kann. Von daher ist es begrüßenswert, dass mit dem Bundeskinderschutzgesetz ein besonderes Augenmerk auf den Kinderschutz, auf frühe Hilfen und Angebote für (werdende) Eltern und Kinder gelegt wird.

Neben der Erweiterung von Angeboten, wie zum Beispiel der Einsatz von Familienhebammen, wird durch die Bundesinitiative und durch finanzielle Förderung des Landes Thüringen insbesondere darauf geachtet, dass systemübergreifende Angebote etabliert und im Rahmen von Netzwerken koordiniert werden. Mit dem Abschluss  der systemischen Ausbildung zur insoweit erfahrenen Fachkraft,  die insgesamt 16 Teilnehmer aus dem gesamten Kreis von unterschiedlichen Trägern  im Februar 2014 abgeschlossen haben, verfügt der Kyffhäuserkreis neben den Sozialarbeitern des Allgemeinen Dienstes des Jugend- und Sozialamtes nun über ein flächendeckendes Angebot an Beratungsfachkräften bei Kindeswohlgefährdungen. Die „Insoweit erfahrenen  Fachkräfte“  werden weiter in einem Netzwerk zusammenarbeiten und stehen für die Beratung anderer Fachkräfte zur Gefährdungseinschätzung sowie für die Beratung zum weiteren Fallverlauf zur Verfügung.  

Nachfragen zu territorialen Beratern können entweder bei der Koordinatorin Frau Jutta Gebauer (Telefon: 03466 / 364985) oder direkt beim Kinderschutzdienst bei Frau Melanie Strache/ Frau Melanie Gebauer  (Telefon: 0174 / 3479510) aber auch weiter wie bisher über das Jugend- und Sozialamt bei Frau Melanie Mechtold (Telefon: 03632 / 741641) erfolgen.

Darüber hinaus steht Frau Susanne Aschoff (Telefon: 03632 / 741623)  für die Beratung der Berufsgeheimnisträger (Ärzte, Hebammen, Psychologen, Ehe- und Familienberater, Berater für Suchtfragen u.a. Angehörige von Heilberufen) zur Einschätzung einer Kindeswohlgefährdung zur Verfügung.

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