Pressemeldung vom: 17.04.2014 - 10:04 Uhr

Bildungsbericht 2014 mit regionalen Daten in Greußen vorgestellt

Bildung findet auf zahlreichen Ebenen im persönlichen Lebenslauf statt. Nicht nur in den Kindertagesstätten und Schulen wird Wissen vermittelt, sondern auch im täglichen Umgang mit unseren Nachbarn, Freunden oder den uns unbekannten Menschen lernen wir. All diese Facetten von Bildung wurden im zweiten Bildungsbericht des Kyffhäuserkreises durch das Projekt des Landratsamtes „Lernen vor Ort im Kyffhäuserkreis“ untersucht.

Die Ergebnisse werden in regionalen Veranstaltungen den Vertretern der Gemeinden, Bildungsakteuren aber auch interessierten Bürgern vorgestellt – so auch in Greußen am 26.03.2014. Teilnehmer der Veranstaltung im Rathaus waren u.a. René Hartnauer, Bürgermeister der Stadt Greußen, Jürgen Ludwig, Schulleiter des Staatlichen Gymnasiums in Greußen, Katrin Frey, die als Lehrerin an der Staatlichen Regelschule in Greußen auch mit Schulleitungsaufgaben betraut ist, sowie Vertreter der Stadt und der Kindertageseinrichtungen.

Gleich zu Beginn wurde deutlich, dass die Kindertagesstätten in der VG Greußen nahezu zu 90% ausgelastet sind. Die Betreuungsquote der 3- bis 6-Jährigen beträgt über 100%. In der VG Greußen werden demnach mehr Kinder betreut als dort tatsächlich wohnen. Dies zeugt von einem guten Angebot der Kindertagesstätten sowie einem großen Vertrauen der Eltern in die dort geleistete Arbeit.

Diskutiert wurde unter den Anwesenden vor allem der hohe Bedarf an Ganztagsbetreuung, der nicht nur in den Kindertagesstätten festzustellen war. Auch in den Grundschulhorten steigen die Teilnehmerzahlen. Dieser Bedarf setzt sich in den 5. und 6. Klassen fort. Allerdings bricht hier das Angebot plötzlich ab. Eltern, die keine private Nachmittagsbetreuung, zumeist durch die Großeltern, für ihre Kinder organisieren können, stehen vor einem großen Problem. Jürgen Ludwig merkte an, dass diese Frage in der Konzeption der angestrebten Gemeinschaftsschule bedacht wird, eine Finanzierung allerdings noch offen ist. Eine Überlegung war, in Kooperation mit ortsansässigen Vereinen den Nachmittag für die Schüler zu gestalten. Allerdings sehen sich nicht genügend Vereine in der Lage diese Angebote dauerhaft unterbreiten zu können, da auch die Vereinsmitglieder am Nachmittag beruflich gebunden sind.

Zum Abschluss der Veranstaltung wurden nochmals die Bildungsangebote der zwei Museen und der Bibliothek genauer betrachtet. Seit dem Umbau des Heimatmuseums kann dieses jährlich knapp 500 Besucher zählen. Diese stabile Besucherzahl wird vor allem durch die Zusammenarbeit mit den Schulen und Kindertagesstätten erzielt. Weniger konstant zeigt sich die Zahl der Bibliotheksbesucher. Seit dem Jahr 2009 ist die Zahl der aktiven Nutzer von 624 auf 424 im Jahr 2012 gefallen. Eventuell können auch hier Kooperationen helfen.

In den kommenden Wochen werden weitere Regionaltermine in den Städten und Verwaltungsgemeinschaften des Landkreises durch „Lernen vor Ort im Kyffhäuserkreis“ angeboten. Alle interessierten Bürger sind eingeladen an den Veranstaltungen teilzunehmen und über Chancen und Herausforderungen im  Bildungsbereich in ihrer Region zu diskutieren:
  • 14.05.2014 um 16.00 Uhr in Roßleben, Stadtverwaltung, Sitzungszimmer
  • 20.05.2014 um 16.00 Uhr in Ebeleben (Veranstaltungsort wird noch bekannt gegeben)
  • 28.05.2014 um 16.00 Uhr in Artern, Rathaussaal
Von Dunja Gallus

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