Pressemeldung vom: 11.06.2014 - 07:06 Uhr

Vorstellung der Preisträger des „Kyffhäuser Ehrenamtspreises“ 2014

Ehrenamtliches Engagement passiert in vielen Bereichen des Lebens. Ob im Sport, im Jugend- oder Seniorenclub, bei der Feuerwehr, ob bei freiwilligen sozialen Diensten, in der Kirchgemeinde, in Chören oder Kunstvereinen, bei Initiativen im Umwelt- oder Tierschutz – ehrenamtliche und gemeinnützige Arbeit ist für unser Gemeinwohl und den Landkreis ebenso wichtig wie unersetzlich.

Um die Personen, Vereine und Initiativen für ihr Engagement zu würdigen, fand am 23. Mai 2014 die erste Ehrenamtsgala des Kyffhäuserkreises im„Burghof“ statt.

Es wurden zehn Personen mit dem „Kyffhäuser Ehrenamtspreis“ ausgezeichnet, die sich durch ihr Engagement in einem Verein, einem Verband, einer Einrichtung, einer Initiative oder Ähnlichem besonders verdient gemacht haben.

In den folgenden Tagen möchten wir Ihnen die zehn Preisträger vorstellen.

Beginnen möchten wir mit der Auszeichnung in der Kategorie „Kinder- und Jugendarbeit“: Technisches Hilfswerk Helfervereinigung Sondershausen e.V. / Bereich Jugend.

Laudatorin zur Ehrenamtsgala war Frau Kraffzick, Jugendhilfeausschussvorsitzende des Kyffhäuserkreises.

Mit dem „Kyffhäuser Ehrenamtspreis“ in der Kategorie „Kinder- und Jugendarbeit“ wurde zur Ehrenamtsgala am 23.05.2014 ein Verein geehrt, bei dem sich die Mitglieder in ihrer Freizeit Menschen in Not widmen, um professionelle Hilfe zu leisten: das Technische Hilfswerk Helfervereinigung Sondershausen e.V. / Bereich Jugend.

Dabei ist es egal, welche Art der technischen Hilfsleistung benötigt wird, die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer beherrschen ihr Handwerk. Ob in Deutschland oder im Ausland – die freiwilligen Einsatzkräfte stehen bereit, wenn Menschen in Notsituationen Hilfe brauchen. Das Fundament dafür ist eine gute Ausbildung in verschiedenen Fachbereichen und stetiges Training der Fähigkeiten. Dieses freiwillige Engagement ist damit nicht nur für den Verein, sondern auch für unsere gesamte Gesellschaft von unschätzbarem Wert.

Über 1,7 Millionen ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sind die Basis einer Sicherheitsarchitektur, die sich täglich bewährt – von der örtlichen Gefahrenabwehr bis zur Bewältigung von Naturkatastrophen. Ohne die Bereitschaft zu ehrenamtlicher Mitarbeit in den Organisationen wäre die Einsatzfähigkeit der Einheiten kaum möglich. Die ehrenamtliche Arbeit in den verschieden ausgerichteten und immer hoch professionell aufgestellten Organisationen zu fördern und für die Zukunft zu sichern, ist erklärtes Ziel des Bundesministeriums des Innern.

Gegründet wurde der Verein im August 1994. Zu den herausragenden Einsätzen des Ortsverbandes im letzten Jahr zählen:
  • die Einsatzaufträge zum Hochwasser im Juni 2013, in Borna, Grimma und Umgebung
  • die Essensversorgung der zahlreichen Umzugsteilnehmer zum zeitgleichen Thüringentag 2013
  • die Unterstützung beim Abstützen eines Fachwerkhauses nach einem Brand
  • da der Ortsverband Sondershausen, als einziger Ortsverband in Thüringen, gesonderte Fachkenntnisse im Behelfsbrückenbau besitzt, konnte der Verein im Thüringer Wald bei der Sanierung einer Brücke beim Aufstellen einer sog. Behelfsbrücke unterstützen
  • die Verlegung einer Notleitung, aufgrund eines umgefallenen Strommasten im Sondershäuser Ortsteil Jecha, nach einem Verkehrsunfall
Die Kinder- und Jugendarbeit ist in allen Hilfsorganisationen ein bedeutsames Arbeitsfeld. Kinder und Jugendliche werden für die Arbeit und die Mitarbeit in einer Hilfsorganisation motiviert und für die Thematik des Hilfeleistungssystems im Bevölkerungsschutz sensibilisiert.

Dabei wird die Leistung der jungen Menschen stets herausgefordert, aber niemals angeordnet. Die jungen Menschen kommen meist mit hohem sozialem Engagement zum „Helfen wollen“ und diese Motivation gilt es zu erhalten und zu fördern.

Das Erringen des THW-Helferabzeichens ist ein großer Ansporn für alle kleinen Helfer. Zu vergleichen mit einem Sportabzeichen- nur in spezifischen Disziplinen des Helferalltages- ringt der Nachwuchs um diese Auszeichnung.

Die Angebote der Hilfsorganisation sind sehr vielfältig und bestehen aus einer Mischung aus Spiel-, Lern- und Probierelementen in einer bunt gemischten Gruppe. Den Jugendlichen soll neben dem Verantwortungsbewusstsein auch die Bedeutung von Zusammenhalt, Teamwork und sozialen Aufgaben vermittelt werden. Mit großem Engagement will die Helfervereinigung erreichen, dass dem THW ein qualifizierter und motivierter Nachwuchs gesichert wird, der später bereit ist, Verantwortung zu tragen und Führungsaufgaben zu übernehmen.

Die Jugendausbildung im Ortsverband Sondershausen erfolgt mindestens 1x monatlich. Nach dem Motto „Spielend Helfen Lernen“ werden die Junghelferinnen und Junghelfer an die Aufgaben des Technischen Hilfswerks herangeführt. Bei kleineren Absicherungsaufgaben des THW darf der Vereinsnachwuchs schon tatkräftig mithelfen. So ist es mittlerweile eine schöne Tradition, dass die THW-Jugend bei der Betreuung und Absicherung der Strecke des Possenlaufes hilft. Auch bei der jährlichen Aktion der Stadtsäuberung helfen ausnahmslos alle tatkräftig mit. Speziell für die „Kleinen“ gibt es einmal jährlich ein Ausflugswochenende mit Übernachtung.

Möglich ist diese rege Jugendarbeit nur durch das geduldige ehrenamtliche Engagement der erwachsenen Mitglieder des Helfervereins. Sie beziehen die Kinder und Jugendlichen in alle Vereinsaktivitäten mit ein. Es wird zusammen gearbeitet und zusammen gefeiert, denn die Bedeutung der Jugendarbeit ist mindestens genauso hoch wie die der Ausbildung.

Jugendausbildung im Ehrenamt ist eine wichtige und nützliche Sache. Nur Kontinuität und freundschaftliche Begleitung sichern diese dem Gemeinwohl verpflichtenden Helferdienste auch in Zukunft.

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