Pressemeldung vom: 08.07.2014 - 11:07 Uhr


Arbeitsbündnis „Jugend und Beruf“ im Kyffhäuserkreis in Berlin vorgestellt

Am 24. Juni 2014 fand der Fachaustausch „Hand in Hand oder unter einem Dach? – Ansätze zur Gestaltung von Jugendberufsagenturen im Spiegel der Praxis“ in Berlin statt. Der Kyffhäuserkreis stellte dort als einer von drei ausgewählten Standorten seine positiven Erfahrungen und Herangehensweisen als Best Practise vor, wie eine gute Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe, Berufsberatung und Grundsicherung im Bereich U25 erfolgen kann.

Aktuell wird bundesweit die Idee diskutiert, Jugendberufsagenturen ins Leben zu rufen, die die Angebote der Jugendhilfe, der Berufsberatung und der Grundsicherung im Bereich U25 in einem Haus – in einer Anlaufstelle für Jugendliche - bündelt.

Am 24. Juni 2014 fand auf Einladung der Bundesagentur für Arbeit der Fachaustausch „Hand in Hand oder unter einem Dach? – Ansätze zur Gestaltung von Jugendberufsagenturen im Spiegel der Praxis“ statt. Ziel war es, Entscheidungsträgern auf Bundesebene, darunter Mitgliedern des Deutschen Bundestages, des Ministeriums für Arbeit und Soziales und kommunalen Spitzenverbänden, vorzustellen, wie die Idee Jugendberufsagentur aus städtischer Sicht und mit Blick auf den ländlichen Raum umsetzbar ist.

Karsten Froböse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Nordhausen, stellte die positiven Erfahrungen und Herangehensweisen des Kyffhäuserkreises als Best Practise vor. In der anschließenden Podiumsdiskussion unterstrich er mit Unterstützung von Landrätin Antje Hochwind und der Geschäftsführerin des Jobcenters Kyffhäuserkreis, Elisabeth Katzmann, noch einmal, wie eine gute Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe, Berufsberatung und Grundsicherung im Bereich U25 erfolgen kann, auch wenn man nicht gemeinsam in einem Haus sitzt.

Die Veranstaltung verdeutlichte, dass der Kyffhäuserkreis im Bereich der Unterstützung von Jugendlichen am Übergang Schule – Beruf bereits gut aufgestellt ist, abgestimmt arbeitet und im Sinne der Jugendlichen an einem Strang zieht. Getreu dem Motto „Sozialträger kooperieren – junge Menschen profitieren“ soll diese Zusammenarbeit auch weiterhin fortgeführt werden.

Denn, nicht alle jungen Menschen haben die gleichen Startbedingungen am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Noch immer gibt es Jugendliche, die trotz günstiger Ausbildungsbedingungen den Weg von der Schule in die Ausbildung nicht nahtlos schaffen. Die Gründe sind oft vielfältig, z.B. fehlender Schulabschluss, Probleme im familiären und sozialen Umfeld, fehlende Orientierung, falscher Freundeskreis, Schulden- oder Drogenprobleme. Es bedarf mehrerer Unterstützungsformen für den Jugendlichen, um ihm den Weg in Ausbildung und Beruf zu ermöglichen.

Drei Träger sind für junge Menschen Ansprechpartner, die am Übergang Schule – Beruf Probleme haben: Agentur für Arbeit, Grundsicherung im Bereich U25 und Jugendhilfe. Diese Einrichtungen sollten eng zusammenarbeiten, um die soziale und berufliche Integration junger Menschen bestmöglich zu gestalten.

Im Kyffhäuserkreis läuft diese Zusammenarbeit seit vielen Jahren sehr vorbildlich. Aus diesem Grund wurde er im August 2010 als einer von sechs Modellstandorten bundesweit ausgewählt, um darzustellen, wie vor Ort die Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe, Berufsberatung und Grundsicherung im Bereich U25 stattfindet. Gemeinsam mit der bundesweiten Initiative entstanden gezielte Hilfestellungen und Anregungen für regionale Akteure, die bei der Integration, mit speziellem Augenmerk auf die Gruppe der sozial und individuell benachteiligten Jugendlichen, helfen.

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