Pressemeldung vom: 12.11.2012 - 15:11 Uhr

Derzeit laufen beim Landratsamts-Projekt „Lernen vor Ort im Kyffhäuserkreis“ die Vorbereitungen für die offizielle Eröffnung des ersten kommunalen Bildungsberatungsbüros in Artern am 16. November 2012 auf Hochtouren. Es wird das erste Büro seiner Art in ganz Thüringen sein und ist Teil der Bestrebungen der Kreisverwaltung, den Kyffhäuserkreis zum Vorreiter in Sachen Bildung zu machen, heißt es in einer Pressemitteilung von „Lernen vor Ort“.
Ab dem 20. November werden Ratsuchende aus dem gesamten Kreisgebiet die Möglichkeit haben, sich dort kostenlos Hilfe und Beratung bei allen Fragen rund um das Thema Bildung zu holen. Alexander Lorenz, der das Projekt in Zusammenarbeit mit wichtigen regionalen Beratungsanbietern plante, erklärt: „Die Beratungsstelle hat ihren thematischen Schwerpunkt zwar bei Bildungsfragen. Jedoch werden wir keinen Ratsuchenden wegschicken und ihn bei untypischen Fragestellungen gegebenenfalls an Fachberatungsstellen weitervermitteln.“ Man rechne damit, dass viele Menschen mit Fragen zu Jobs, Weiterbildungsfinanzierung, Erwachsenenbildung, beruflicher Neuorientierung, Ehrenamt, Vereinsmitgliedschaften, Engagementmöglichkeiten im Alter und kultureller Bildung in das Büro kommen werden. Auf jeden Fall erhielten im Kommunalen Bildungsberatungs-Büro alle Bürgerinnen und Bürger Auskunft, so Lorenz. „Unsere Zielgruppe sind alle Bewohner des Kyffhäuserkreises von 15 bis 100 Jahre.“

Mit der Beratungsstelle sollen auch Menschen erreicht werden, die bislang durch’s Raster etablierter Beratungseinrichtungen gefallen seien oder sich von ihnen aus individuellen Gründen nicht beraten lassen wollten. „Wir treten nicht in Konkurrenz zu den großen Beratungsanbietern, sondern verstehen das Projekt als Ergänzung mit Lotsenfunktion. Immerhin sind gerade die alteingesessenen Beratungsanbieter samt ihrer wertvollen Hinweise aktiv an der Umsetzung des Modellprojekts beteiligt gewesen und haben es stets befürwortet. Das ist eine große Chance für den Landkreis“, erklärt Lorenz. Der Kyffhäuserkreis hat sich als Modellkommune des Bundesprogramms „Lernen vor Ort“ ganz bewusst für die praktische Erprobung des Nutzens kommunaler Bildungsberatung entschieden.

Von dem vorerst bis Mitte 2014 gegenfinanzierten Modellversuch verspreche man sich vor allem eine verbesserte Orientierung der hier lebenden Menschen über regional verfügbare Bildungs- und Beratungsangebote, wie Projektleiterin Cornelia Naumann mitteilt. Das Angebot soll die Erhöhung der Bildungsbeteiligung im Kreis unterstützen und Herausforderungen wie Abwanderung oder Arbeitslosigkeit abmildern helfen, so Naumann. Bis zur Eröffnung liege noch jede Menge Arbeit vor den Projektmitarbeitern. So besuchte die künftige Bildungsberaterin Anica Striene (22) Anfang November erstmals eine Qualifizierungsmaßnahme in einem „Regionalen Qualifizierungszentrum“, um die Beratungsmethodik zu verfeinern und sich fachliche Anregungen für die praktische Arbeit zu holen. Zudem müssen noch ganz pragmatische Dinge geklärt werden – Infrastruktur, Marketing, Schulungen. Die Kreisverwaltung unterstütze „Lernen vor Ort“ nach Kräften bei der Umsetzung des Bildungsberatungs-Büros, so Naumann.

Jeweils dienstags von 12:00 bis 20:00 Uhr wird in der Volkshochschule Artern, Puschkinstr. 58, beraten. Donnerstags finden Beratungen von 12:00 bis 19:00 Uhr in den Räumen des Landratsamts Sondershausen, Markt 8, statt. Zudem gibt es nach telefonischer Vereinbarung die Möglichkeit mobiler Beratung an den Wohnorten von Ratsuchenden. Termine können mit Frau Striene unter Tel. 03632 543771 bzw. Mobil: 0174 2779127 oder per E-Mail unter beratung@bildungskompass-kyf.de vereinbart werden.

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