Pressemeldung vom: 10.10.2014 - 11:10 Uhr

Praktische und hilfreiche Anregungen im Umgang mit Sonderabfällen

Anlässlich der letzten Schadstoffkleinmengensammlung im Kyffhäuserkreis möchte das Landratsamt nochmals praktische und hilfreiche Anregungen im Umgang mit Sonderabfällen geben.

Sonderabfall ist ein umgangssprachlicher Ausdruck für gefährliche Abfälle. Gefährliche Abfälle können sowohl bei gewerblicher Tätigkeit als auch in Haushalten anfallen und sind aufgrund ihrer Beschaffenheit umwelt- und gesundheitsgefährdend. Deshalb dürfen diese Abfälle niemals in Abfallbehältern, in der Kanalisation (Spüle/WC) oder in der Natur entsorgt werden. Vermischen Sie nie Produkte, die sich in verschiedenen Behältern befinden. Es können chemische Reaktionen auftreten. Lagern Sie alle gefährlichen Abfälle getrennt an einem trockenen und sicheren Ort, außer Reichweite von Kindern, in der Originalverpackung oder in einem auslaufsicheren Behälter mit deutlicher Bezeichnung des Inhalts.

Der Kyffhäuserkreis führt zweimal jährlich eine Sammlung zur Entsorgung von gefährlichen Abfällen durch. Unser sogenanntes Schadstoffmobil steht an mehreren zentralen Standorten des Landkreises bereit, wo Sie Ihre Abfälle abliefern können. Dabei werden die Abfälle von einer speziell ausgebildeten Fachkraft am Schadstoffmobil entgegengenommen. Gefährliche Abfälle dürfen nicht im öffentlichen Verkehrsraum abgestellt werden, sondern sind direkt an das Fachpersonal des Schadstoffmobils zu übergeben. Wer die Abfälle unbeaufsichtigt an den Stellplätzen des Schadstoffmobils abstellt, macht sich strafbar und riskiert, dass sich andere Menschen, vor allem aber spielende Kinder, in große Gefahr bringen und kann dafür zur Verantwortung gezogen werden.
Für Haushalte erfolgt die Abnahme von haushaltsüblichen Mengen ohne Zusatzkosten. Auch Gewerbebetriebe haben die Möglichkeit, kostenpflichtig Sonderabfälle abzuliefern. Diese sind im Amt für Umwelt, Natur und Wasserwirtschaft des Kyffhäuserkreises vorher rechtzeitig anzumelden.

Am Schadstoffmobil werden angenommen:
  • Spraydosen (z.B. mit Farben, Pflanzenschutzmitteln, Haarspray)
  • Lösungsmittel (z.B. Spiritus, Petroleum, Aceton, Verdünner)
  • Altlacke (z.B. Nitrolacke, Kunstharz- oder Alkhydharzlacke, Naturharzlacke, Mehrkomponentenlacke, Lackabbeizer)
  • Klebstoff (z.B. Leim, Spachtelmasse, Bitumen- und Teerabfälle)
  • Wandfarbe (wobei geringe Reste einfach durch Öffnen des Deckels austrocknen, die ausgetrocknete Farbe über die Restmülltonne und der leere Behälter über die Gelbe Tonne zu entsorgen sind, trockene Farbreste sind keine gefährlichen Abfälle)
  • feste öl- und fetthaltige Abfälle (z.B. Ölfilter, Kraftstofffilter, ölverschmutzte Putzlappen)
  • quecksilberhaltige Rückstände (z.B. metallisches Quecksilber, Thermometer)
  • Säuren (z.B. Batteriesäure, Salzsäure, flüssige und feste WC-Reiniger)
  • Laugen (z.B. Natronlauge, Kalilauge, Ammoniak, flüssige und feste Rohrreiniger)
  • Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel (z.B. Unkraut-Ex, Mäusegift, Ameisenpulver, Bi 58)
  • Chemikalienabfälle (z.B. Chemieexperimentierkästen, Gold- und Silberreiniger, Fotochemikalien)
  • Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen (gehören zum Elektroschrott, werden aber aufgrund der hohen Bruchgefahr bei der Schadstoffsammlung bis 5 Stück je Lampenart mitgenommen).
Nicht angenommen werden:
  • Druckgasflaschen
  • Feuerlöscher
  • radioaktive Abfälle
  • infektiöse Abfälle
  • Munition, Sprengstoffe, Feuerwerkskörper
  • asbesthaltige Abfälle
  • defekte und unverschlossene Behältnisse.
Bei Fragen stehen die Mitarbeiter des Umweltamtes unter der Telefonnummer 03632 / 741 259 oder 03632 / 741 343 gern zur Verfügung.

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