Pressemeldung vom: 22.06.2015 - 15:06 Uhr

Fragebogen zur Seniorenarbeit im Kyffhäuserkreis

Die Seniorenpolitik steht angesichts des sozialen und demographischen Wandels vor großen Herausforderungen. Bevölkerungsrückgang (hatten wir 2010 noch 82.056 Einwohner, sind es 2013 noch 78.182 gewesen und werden es voraussichtlich 2020 nur noch rund 67.300 Einwohner sein), Veränderungen der Altersstruktur (der Anteil der 65- bis über 80jährigen im Jahr 2009 hat bei uns 24,1 % an der Gesamtbevölkerung betragen, für das Jahr 2030 wird der Anteil mit 39,4 % prognostiziert), wachsende kulturelle Differenzierung (die Zahl der ausländischen Mitbürger wird steigen), Veränderungen der Familienstrukturen (es gibt kaum noch Großfamilie, vielmehr steigt der prozentuale Anteil Alleinerziehender und Alleinlebender)  und die Entberuflichung des Alters bringen einschneidende Veränderungen mit sich.

Dabei verläuft die Lebensphase „Alter“ individuell sehr unterschiedlich. Aktive, mobile, engagierte ältere Menschen, die ihr Leben weitestgehend selbstständig und selbstbestimmt gestalten, verfügen über vielfältige Potenziale und Ressourcen, andererseits gibt es Senioren mit einem konkreten Bedarf an Unterstützungs-, Hilfs- und Pflegeleistungen. Ältere Bürger als Zielgruppe müssen also unterschiedlich betrachtet werden.

Insgesamt werden uns Familien im Kyffhäuserkreis immer wichtiger. Wir halten für Familien ein umfangreiches Beratungs- und Betreuungsangebot vor und versuchen, alle Familien generationsübergreifend zu erreichen und zu unterstützen. Wir haben bereits junge Familien zu ihren Interessen und Bedürfnissen und zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf befragt, wollen aber auch Sie als ältere Generation nicht aus dem Blick verlieren.

Unser Ziel ist es, durch kooperatives Handeln zwischen den Verantwortlichen im Kreis, den Bürgermeistern und den privaten Partnern vor Ort für Sie bessere Lebens- und Wohnbedingungen zu schaffen, Ihre Selbständigkeit und die sozialen Netzwerke zu erhalten. Wir möchten die kommunalen Politikfelder „alterskompatibel“ gestalten. Dies betrifft die Bau- und Verkehrsplanung, Bildungsangebote, die Gesundheits- und Sozialeinrichtungen und die Aktivierung des bürgerschaftlichen Engagements.

Dafür ist es notwendig, eine kleine Bestandsaufnahme zum Ist-Stand zu machen und konkret nach Ihren Interessen und Bedürfnissen zu fragen. Die Ergebnisse der Befragung werden ausgewertet, Ziele daraus entwickelt und veröffentlicht.

Um möglichst eine repräsentative Auswertung erstellen zu können, benötigen wir Ihre Unterstützung. Ich möchte Sie deshalb herzlichst einladen, den beigefügten Fragebogen zu beantworten und an die angegebene Anschrift bis zum 31. August 2015 zurück zu senden. Der Fragebogen ist anonym gehalten, Sie brauchen also keine Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes zu haben.
 
Sie können den Fragebogen auch bei Ihrer Gemeinde- /Stadtverwaltung in den Briefkasten einwerfen, dieser wird dann an uns weiter geleitet.

Wir hoffen auf reges Interesse und bedanken uns schon jetzt für Ihre Teilnahme.

Anlagen

Formular - Fragebogen Seniorenarbeit.pdf

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