Breitbandausbau Kyffhäuserkreis

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Projektbeschreibung - Breitbandausbau im Kyffhäuserkreis

Eine leistungsfähige Breitbandversorgung ist in der heutigen Zeit ein entscheidender Standortfaktor und Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum und zukunftsfähige Entwicklung in den Städten und Gemeinden. Alle Bereiche unseres täglichen Lebens sind von den Veränderungen der zunehmenden Digitalisierung geprägt. Ein Leben ohne Computer, Smartphone oder schnelles Internet ist für viele unvorstellbar geworden. Auch ist das schnelle Internet für das Wirtschaftswachstum und für Innovation in allen Wirtschaftszweigen sowie für den sozialen Zusammenhalt von großer Bedeutung.


Daher engagieren sich der Kyffhäuserkreis und die kreisangehörigen Städte und Gemeinden bereits seit Jahren für den Ausbau der Breitbandinfrastruktur in unterversorgten Gebieten im Kreisgebiet, den sog. „weißen Flecken“, in denen lediglich Bandbreiten von unter 30 MBit/s zur Verfügung stehen.

Für den Kyffhäuserkreis hat ein flächendeckender Breitbandausbau höchste Priorität. Als Modellregion im Freistaat Thüringen war der Kyffhäuserkreis als einziger Landkreis in Thüringen im 2. Förderaufruf des Bundes dabei. Der Breitbandausbau wird mit Fördermitteln des Bundes nach der Richtlinie für die Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland (Förderrichtlinie des Bundes) und des Freistaates Thüringen nach der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung der Breitbandversorgung ländlicher Räume (RL Breitbandförderung ländlicher Räume) unterstützt. Der Bund unterstützt den Breitbandausbau im Landkreis mit rund 9 Mio. Euro Fördergelder und der Freistaat mit derzeit rund 2,6 Mio. Euro. Für Kommunen in Haushaltskonsolidierung wird der Freistaat seine Mittel nochmals um weitere 10 % erhöhen. Die nicht durch Fördermittel gedeckte Wirtschaftlichkeitslücke wird vom Landkreis getragen, was eine zusätzliche Entlastung der Kommunen um ca. 500 000 € bedeutet.

Die Förderung erfolgt im Rahmen einer sogenannten Wirtschaftlichkeitslückenförderung. Dafür stellt der Landkreis dem Telekommunikationsunternehmen die Zahlung einer Investitionsbeihilfe für die Errichtung und den Betrieb einer leistungsfähigen Breitbandinfrastruktur in den bislang unterversorgten Gebieten zur Verfügung. So kann der Breitbandausbau in Bereichen stattfinden, in denen die neue Breitbandinfrastruktur aus Sicht des Unternehmens eigentlich unwirtschaftlich wäre. Die errichtete Breitbandinfrastruktur bleibt im Eigentum des geförderten Unternehmens. Das Telekommunikationsunternehmen erhält das Recht beziehungsweise übernimmt die Verpflichtung, die entsprechende Breitbandinfrastruktur zu errichten, für eine Mindestdauer von sieben Jahren zu betreiben und gegenüber der örtlichen Endkundin oder dem örtlichen Endkunden sowie interessierten Drittanbietenden entsprechende Dienstleistungen und Angebote zu marktüblichen Konditionen zu erbringen.

Im Kyffhäuserkreis erfolgt der Netzausbau in Kooperation mit der Telekom Deutschland GmbH, die im Vergabeverfahren als einziger Telekommunikationsdienstleister für die Durchführung des Breitbandausbaus ein finales Angebot abgegeben hat. Mit Hilfe der Fördergelder von Bund und Land sollen 14.000 Haushalte, 524 Unternehmen und 36 Schulen in 26 Orten des Landkreises mit schneller Datenübertragung ausgestattet werden und somit viele der „weißen Flecken“ auf der Karte der Breitbandversorgung verschwinden. Bis Ende 2020 werden im Zuge der Ausbaumaßnahme km Tiefbauarbeiten (davon km versiegelt und  km unversiegelt) durchgeführt, rund 500 km neue Glasfaserleitungen verlegt und 104 Kabelverzweiger und 90 Glasfasernetzverteiler neu errichtet.
 
 
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