Pressemeldung vom: 04.11.2019 - 12:11 Uhr

Erstes Pflegenetzwerktreffen am 29.10.2019 im Kyffhäuserkreis

Am Dienstag, den 29.10.2019 fand in den Räumlichkeiten des Landratsamtes das 1. Pflegenetzwerktreffen im Kyffhäuserkreis statt.

Mit großer Freude über die Initiative der Gründung dieses Pflegenetzwerkes begrüßte die Landrätin des Kyffhäuserkreises, Frau Antje Hochwind-Schneider (SPD) die Anwesenden. Dem Landkreis ist bewusst, dass in diesem Bereich verstärkt etwas gemeinsam getan werden muss und wir freuen uns sehr über die Bereitschaft der Träger von ambulanten, teilstationären und stationären Alten- und Pflegehilfeangeboten, des Sozialen Dienstes aus dem Krankenhaus Sondershausen und Bad Frankenhausen und Vertretern der Krankenkasse bei dem Pflegenetzwerk mitzuarbeiten und sich einzubringen.

Als Landkreis haben wir in den vergangenen Jahren bereits einiges unternommen, um die Informations- und Beratungstätigkeit für Pflegebedürftige und ihrer Angehörigen zu verbessern.

So entstanden zum Beispiel:
  • 2014: Der Pflegestützpunkt im Jugend- und Sozialamt ist einer von bisher 3 Pflegestützpunkten (neben Jena und Nordhausen) in Thüringen.
  • 2014: Die erste Broschüre „Älter werden im Kyffhäuserkreis“ erschien, welche der Landkreis in diesem Sommer aktualisieren konnte. Diese umfassende Broschüre, die speziell für den Kyffhäuserkreis zusammengestellt und in einer Auflage von 5.000 Stück herausgegeben wird, enthält vielfältige Angebote – von betreuten Wohnangeboten über ambulante Pflegedienste bis zu stationären Einrichtungen – wie Alten- und Pflegeheime, ambulante Pflegedienste, teilstationären Angeboten, Selbsthilfegruppen, Freizeiteinrichtungen, Wohnungsunternehmen, Beratungsdienste von Trägern und Behörden sowie Kranken- und Pflegekassen u.v.m.
  • seit 2018: Der Kyffhäuserkreis ist Modellregion im Landesprogramm „Solidarisches Zusammenleben der Generationen“ (LSZ) und bekam in den Jahren 2018 und 2019 jeweils ca. 500.000 €, ab 2020 können 711.000 € beantragt werden. Hierüber konnten auch Projekte für ältere Menschen, wie u.a. „Pflegepause“- für pflegende Angehörige, Dorfkümmerer, Verbesserungen der ärztlichen Versorgung oder Mobilitätsverbesserungen finanziert werden.
Zukünftig ist Folgendes geplant:
  • Modellregion für das Programm „AgaThe“ werden - in denen eine Art Gemeindeschwester auch medizinische Aufgaben im ländlichen Raum übernimmt,
  • einen Seniorenbeauftragten im Landkreis beschäftigen und die Arbeit der Seniorenbeiräte stärken,
  • innerhalb der Sozialplanung ab nächsten Jahr die Altenhilfeplanung angehen,
  • eine Informationssammlung für pflegende Angehörige herausgeben,
  • das Pflegenetzwerk als verbindliche Expertenrunde etablieren.
Frau Landrätin Hochwind-Schneider dankt den Verantwortlichen in der Alten- und Pflegehilfe, ob als Träger, Einrichtungs- oder Pflegedienstleiter oder leitende/r Mitarbeiter/- in. Sie leisten Tag für Tag einen verantwortungsvollen, schwierigen und wertvollen Beitrag, um unsere alten Menschen würdevoll und menschlich bis zum Lebensende zu pflegen, zu betreuen und ihnen die notwendige Hilfe und Unterstützung zukommen zu lassen. Das sind körperliche und seelische Grenzen, an die ihre Mitarbeiter/- innen oftmals kommen und es ist eine logistische Herausforderung, immer genügend Pflegepersonal dafür zur Verfügung zu stellen.

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