Jugendschutz im Kyffhäuserkreis

Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz

Die Aufgaben des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes im Kyffhäuserkreis sind als gesetzliche Vorschriften im § 14 SGB VIII definiert.

Es sollen Angebote unterbreitet werden, die zum einen junge Menschen dazu befähigen, kritisch, entscheidungsfähig und eigenverantwortlich zu handeln. Zum anderen sollen auch Eltern und Erziehungsberechtigten Angebote unterbreitet werden, die diese befähigen, Kinder und Jugendliche vor gefährdenden Einflüssen zu schützen.

Im Thüringer Kinder- und Jugendhilfeausführungsgesetz wird der Schutz von Kindern und Jugendlichen als Aufgabe dem Jugendamt in „Zusammenarbeit mit den freien Trägern der Jugendhilfe und anderen Behörden, Einrichtungen und Stellen“ (§ 20 Abs. 5 ThürKJHAG) zugeschrieben. Demnach sollen auf die besondere Gefährdung Minderjähriger hingewiesen sowie die Jugendschutzmaßnahmen angeregt, unterstützt und durchgeführt werden.

Schwerpunkte des Kinder- & Jugendschutzes im Kyffhäuserkreis:

  • Aufklärung und Information u. a. zu den Themen Gewalt, Umgang mit Aggressionen und Konflikten (auch sexuelle Gewalt), Alkohol- und Drogenkonsum, Jugendmedien
  • Beratung und Fortbildung von Fachkräften aus Einrichtungen der Jugendhilfe und angrenzenden Professionen
  • Initiierung bzw. Unterstützung von Projekten zu Themen des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes

Zusätzliche Aufgaben des Kinder- & Jugendschutzes im Kyffhäuserkreis:

Überprüfung Einhaltung des Thüringer Gesetzes zur Förderung der Teilnahme an Früherkennungsuntersuchungen für Kinder

  • Koordinierung Runde Tische „Prävention Kinderschutz und Kindeswohl“
  • Planung von Veranstaltungen zum Kinderschutz

Zielgruppe:

Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Eltern, Erziehungsberechtigte, MitarbeiterInnen in Jugendhilfeeinrichtungen, Interessierte

Kontakt

Landratsamt Kyffhäuserkreis
Dezernat für Soziales, Jugend, Gesundheit und Arbeit
Jugend- und Sozialamt
Referat Jugend
Markt 8
99706 Sondershausen

Telefon: 03632 / 741-642 (Sekretariat Referat Jugend)
Fax: 03632 / 741-88561
Mail: jus@kyffhaeuser.de

Öffnungszeiten

Montag: nach Absprache
Dienstag: 09:00 Uhr – 12:00 Uhr & 13:00 Uhr – 18:00 Uhr
Mittwoch: nach Absprache
Donnerstag: 09:00 Uhr – 12:00 Uhr & 13:00 Uhr – 16:00 Uhr
Freitag: nach Absprache

Wichtige Telefonnummern/Internetseiten im Überblick:

Bundesweit

Drogen/Sucht:

Internet:
www.drugcom.de (interaktive Informations- und Kommunikationsplattform)
www.rauchfrei-info.de
www.bist-du-stärker-als-alkohol.de

Telefon:
Sucht & Drogen Hotline:
01805 / 313031 (0,14 €/Min. aus dem deutschen Festnetz / Mobilfunk abweichend)

Beratungstelefon zum Nichtrauchen:
01805 / 313131 (0,14 €/Min. aus dem deutschen Festnetz / Mobilfunk abweichend)

Beratungstelefon Alkohol BZgA:
0221 / 892031

Kinder-Notruf:

Internet:
www.kindernotruftelefon.de

Telefon:
Kinder-Notruf-Telefon e.V. (anonyme und vertrauliche Hilfestellung für Kinder)
0800 / 15 16 001 (gebührenfrei)

Thüringen:

Internet:
Thüringer Ministerium f. Soziales, Familie, Gesundheit
Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- u. Jugendschutz
Jugendschutz beim Fernsehen und im Internet
Kommission Jugendmedienschutz Erfurt
www.klicksafe.de

Telefon:
Kinder- und Jugend-Sorgentelefon – Land Thüringen (freecall)
0800 / 008008-0

Gesetzlicher Kinder- und Jugendschutz

Der gesetzliche Jugendschutz ist geregelt über das Jugendschutzgesetz (JuSchG). Weitergehende Regelungen finden sich im Jugendmedienschutz-Staatsvertrag der Länder (Verlinkung), im Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG), die Thüringer Jugendschutzzuständigkeitsverordnung (ThürJuSchZVO) und im Thüringer Nichtraucherschutzgesetz (ThürNRSchutzG).

Im Thüringer Kinder- und Jugendhilfeausführungsgesetz (ThürKJHAG) ist die Überwachung des Jugendschutzgesetzes geregelt. Demnach soll das Jugendamt die Polizei in der Kontrolltätigkeit unterstützen bzw. eigene Kontrollen durchführen.

Die Überwachung des Jugendarbeitsschutzgesetzes obliegt den Arbeitsschutzbehörden. Das Jugendamt wird dann in einem Anhörungsverfahren beteiligt, wenn eine Ausnahmegenehmigung zur Beschäftigung von Kindern bei Veranstaltungen (z. B. Film- und Fernsehproduktionen) beantragt wird.

Schwerpunkt des gesetzlichen Jugendschutzes liegt in der Durchführung von:

  • regelmäßigen Jugendschutzkontrollen in Spielhallen/ Videotheken/ Diskotheken/ Verkaufsstellen/ Gaststätten
  • Beratungen zum Jugendschutzgesetz zu den §§ 4, 9 und 10 sowie §§ 14 und 15 JuSchG
  • Beratungen von Trägern offener Jugendeinrichtungen zum Jugendschutzgesetz und zum Thüringer Nichtraucherschutzgesetz
  • Beratungen von Personensorgeberechtigten im Rahmen des Anhörungsverfahren nach dem § 6 Abs. 2 JArbSchG